(Archivbild) Brigitte Macron mit ernstem Blick und erhobenen Zeigefinger
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(Archivbild) Ein Pariser Gericht hat zehn Angeklagte wegen Cybermobbing gegen die französische Präsidentengattin Brigitte Macron verurteilt.
Bildrechte: picture alliance/dpa/MAXPPP | Le Parisien / Arnaud Journois
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(Archivbild) Ein Pariser Gericht hat zehn Angeklagte wegen Cybermobbing gegen die französische Präsidentengattin Brigitte Macron verurteilt.

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Cybermobbing gegen Brigitte Macron: Bewährungsstrafen für Täter

Cybermobbing gegen Brigitte Macron: Bewährungsstrafen für Täter

Wegen abfälliger Kommentare gegen Frankreichs First Lady Brigitte Macron hat ein Pariser Gericht zehn Personen verurteilt. Die Strafen reichen von Social-Media-Sperren bis hin zu mehrmonatigen Haftstrafen. Welche Gerüchte im Netz verbreitet wurden.

Über dieses Thema berichtet: BR24 im Radio am .

Ein Pariser Gericht hat zehn Angeklagte wegen abfälliger Äußerungen über die französische Präsidentengattin Brigitte Macron verurteilt. Die am Montag verhängten Strafen reichten von einem Kurs zur Sensibilisierung für Cybermobbing bis hin zu acht Monaten Haft auf Bewährung. Ein Angeklagter wurde zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt, weil er nicht im Gericht erschienen war.

Einige Angeklagte erhielten außerdem eine befristete Onlinesperre für die Nutzung der sozialen Medien, die sie für das Cybermobbing genutzt haben. Das Gericht hob die "besonders erniedrigenden, beleidigenden und bösartigen" Kommentare hervor, in denen Macron unter anderem unterstellt wurde, eine transsexuelle Frau zu sein.

Gerüchte über angebliche Trans-Identität und Pädophilie im Netz

Die Angeklagten – acht Männer und zwei Frauen im Alter von 41 bis 65 Jahren – wurden beschuldigt, zahlreiche Kommentare veröffentlicht zu haben, in denen sie fälschlicherweise behaupteten, der Frau von Präsident Emmanuel Macron sei bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen worden. Zudem brachten sie den Altersunterschied des Paares von 24 Jahren mit Pädophilie in Verbindung. Einige der Beiträge wurden Zehntausende Male aufgerufen. Die Macrons gingen dagegen schon früher gerichtlich vor.

Zu den Angeklagten gehören ein in Frankreich bekannter Verschwörungstheoretiker sowie eine Frau, die sich als Medium und Werbefachfrau ausgibt und deren X-Konto inzwischen gesperrt wurde. Sie wird als maßgeblich an der Verbreitung des Gerüchts beteiligt angesehen.

Brigitte Macron will "Exempel statuieren"

Brigitte Macron nahm an der vorausgegangenen zweitägigen Verhandlung im Oktober vergangenen Jahres nicht teil. In einem Interview sagte sie dem Fernsehsender TF1 am Sonntag, sie habe die Klage eingereicht, um im Kampf gegen Belästigung ein Exempel zu statuieren.

Ihre Tochter Tiphaine Auzière sagte vor Gericht aus, dass sich der Zustand ihrer Mutter seit der Zunahme der Online-Belästigungen verschlechtert habe. "Sie kann die schrecklichen Dinge, die über sie gesagt werden, nicht ignorieren", erklärte Auzière. Die Kommentare hätten sich auf die gesamte Familie ausgewirkt, einschließlich Macrons Enkelkinder.

Mit Informationen von AP und dpa

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