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Das Öl soll fließen: USA lockern Sanktionen gegen Venezuela

Das Öl soll fließen: USA lockern Sanktionen gegen Venezuela

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs sichern sich die USA den Zugriff auf die Ölproduktion des südamerikanischen Landes. Dazu werden auch Sanktionen aufgehoben. Scharfe Kritik kommt aus China.

Über dieses Thema berichtet: BR24 im Radio am .

Die USA heben einige ihrer Sanktionen gegen Venezuela auf. Dies soll den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie das US-Energieministerium mitteilte. 

Welche Sanktionen genau gelockert werden sollen und wann, ging daraus nicht hervor. Zum Beispiel sind aktuell bestimmte Tanker, die Öl transportieren, von den USA mit Sanktionen belegt.

US wollen Verkauf von Öl aus Venezuela kontrollieren

Die USA nehmen nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduros verstärkt die Ölvorkommen in den Blick. So sagte Energieminister Chris Wright, die USA nähmen deren Verkauf "auf unbestimmte Zeit" in ihre Hand. Die Erlöse sollen auf von den USA kontrollierte Konten bei "weltweit anerkannten Banken" fließen. Die Auszahlung an die US- und venezolanische Bevölkerung erfolge dann nach dem Ermessen der Trump-Regierung.

Bereits am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Venezuela werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel (je 159 Liter) an sanktioniertem Öl an die USA liefern. Er selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf des Öls kontrollieren – "zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten". Das Ölgeschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Zuletzt war China der größte Abnehmer für venezolanisches Erdöl.

China verurteilt US-Vorgehen als Schikane

China hat den von US-Präsident Trump angekündigten Eingriff in Venezuelas Ölindustrie scharf kritisiert. Der "unverschämte Einsatz von Gewalt gegen Venezuela" durch die USA und die Forderung, dass das Land seine Ölressourcen nach dem Prinzip "Amerika zuerst" verwalten solle, seien typische Schikane, verstießen gegen das Völkerrecht und schadeten den Rechten des venezolanischen Volkes, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking. China verurteile dies scharf.

Venezuela habe die volle Souveränität über seine Bodenschätze und Wirtschaftsaktivitäten, sagte Mao. Die Rechte und Interessen der Volksrepublik in dem südamerikanischen Land müssten gewahrt werden. China und Venezuela sind Verbündete.

Mit Informationen von AP und dpa

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