ARD-DeutschlandTrend im Juli 2026: Sonntagsfrage zur Bundestagswahl
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ARD-DeutschlandTrend im Juli 2026: Sonntagsfrage zur Bundestagswahl

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DeutschlandTrend: AfD bleibt in Sonntagsfrage vor der Union

DeutschlandTrend: AfD bleibt in Sonntagsfrage vor der Union

Kaum Veränderung in der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl: Die AfD bleibt bei 27 Prozent, die Union liegt jetzt fünf Prozentpunkte dahinter. Der neue ARD-DeutschlandTrend zeigt auch, wo die Sorgen besonders groß sind. Ganz vorne: die Wirtschaftslage.

Über dieses Thema berichtet: BR24 im Radio am .

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, läge erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik eine Partei rechts der Union vorne. Die AfD kommt im neuen ARD-DeutschlandTrend auf 27 Prozent. Das ist derselbe Wert wie im Juni. Aktuell fünf Prozentpunkte dahinter liegt die Union – CDU und CSU erreichen 22 Prozent (-1).

Die SPD kommt auf 12 Prozent (-1), die Grünen erzielen 15 Prozent (+1), die Linke 11 Prozent (+1). Unverändert bei 4 Prozent liegt die FDP, also weiter unter der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in den Bundestag. Die repräsentative Umfrage von Infratest dimap wurde durchgeführt zwischen 29. Juni und 1. Juli – vor dem Reformpaket, auf das sich Schwarz-Rot geeinigt hat.

Interaktive Grafik: Die Sonntagsfrage seit Januar 2021

Schwarz-Rot und Merz: Über 80 Prozent unzufrieden

Die ohnehin sehr niedrigen Zufriedenheitswerte der Bundesregierung sind kurz vor diesem Reformpaket erneut gesunken. Nur 13 Prozent der Befragten sind zufrieden mit Schwarz-Rot, 86 Prozent sind das nicht. Auch bei den verschiedenen Parteianhängern überwiegt die Unzufriedenheit – sogar in der Union sind zwei Drittel unzufrieden und in der SPD über 70 Prozent.

Bei der Politikerzufriedenheit kommt Kanzler Friedrich Merz (CDU) auf den niedrigsten Wert, den ein deutscher Regierungschef in fast 30 Jahren ARD-DeutschlandTrend erreicht hat. Nur noch 13 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden, drei Prozentpunkte weniger als im Vormonat. 84 Prozent zeigen sich unzufrieden mit Merz. Selbst bei den Unions-Anhängern überwiegt mit 51 Prozent die Unzufriedenheit mit dem Kanzler und CDU-Vorsitzenden.

Der beliebteste unter den abgefragten Unions-Politikern ist Außenminister Johann Wadephul (CDU), mit dessen Arbeit 28 Prozent zufrieden sind. Ganz vorne bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit 52 Prozent – Tendenz langfristig allerdings sinkend.

Grafik: Zufriedenheit mit der Bundesregierung

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ARD-DeutschlandTrend im Juli 2026: Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Große Sorgen um Wirtschaft und über Klimawandel

Gefragt wurde auch, was die Wahlberechtigten in Deutschland besorgt. Vorne liegen Sorgen um den Wirtschaftsstandort Deutschland – 78 Prozent machen sich hier große oder sehr große Sorgen. Mit 66 Prozent folgt die Sorge davor, "dass der Klimawandel unsere Lebensgrundlage zerstört". Allerdings gibt es dabei deutliche Unterschiede je nach Parteipräferenz: Bei den Grünen sorgen sich 94 Prozent infolge des Klimawandels um die Lebensgrundlagen, bei der AfD nur 31 Prozent.

Dass zu viele Fremde nach Deutschland kommen – diese Sorge äußern 51 Prozent. Das sind rund zehn Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017. Hier sind die Verhältnisse umgekehrt: 90 Prozent der AfD-Anhänger sind besorgt, aber nur ein Bruchteil der Grünen-Anhänger. Bei Unterstützern der Union sind es 51 Prozent, bei jenen der SPD 34 Prozent.

Eher gering ausgeprägt ist mit 23 Prozent die allgemeine Sorge von Erwerbstätigen, den Arbeitsplatz zu verlieren. Während der Finanzkrise im Jahr 2008 lag dieser Wert deutlich höher. Fast die Hälfte befürchtet aktuell dagegen Geldprobleme im Alter – am stärksten ist das ausgeprägt bei Anhängern von AfD und Linken.

Grafik: Sorgen im ARD-DeutschlandTrend

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ARD-DeutschlandTrend im Juli 2026: Sorgen

Nach der Hitzewelle: Was sollte sich ändern?

Nach der jüngsten Hitzewelle geht es im neuen ARD-DeutschlandTrend um die richtigen Maßnahmen. 89 Prozent der Befragten finden: Die Politik muss mehr Geld bereitstellen, um Infrastruktur wie Verkehrswege, Schulen und Krankenhäuser besser auf künftige Hitzephasen vorzubereiten. Gleichzeitig sieht eine deutliche Mehrheit beim Klimaschutz eher die Industrie als einzelne Konsumenten in der Pflicht – und eine höhere CO2-Steuer ablehnend.

Gefragt wurde schließlich, ob der Klimaschutz angesichts der aktuellen Krisen und Herausforderungen politisch vorübergehend hintenanstehen sollte. Das fordern lediglich 36 Prozent der Befragten, 58 Prozent wollen das nicht. In allen Altersgruppen und Bildungsschichten ist eine Mehrheit dagegen, den Klimaschutz hintenanstehen zu lassen. Das gilt auch für die Anhängern der verschiedenen im Bundestag vertretenen Parteien – außer bei den Unterstützern der AfD.

Grafik: Stellenwert des Klimaschutzes

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ARD-DeutschlandTrend im Juli 2026: Stellenwert des Klimaschutzes

Im Video: ARD-DeutschlandTrend im Juli 2026

Der Berliner Reichstag
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Der Berliner Reichstag

Der ARD-DeutschlandTrend

Für den aktuellen ARD-DeutschlandTrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap vom 29. Juni bis 1. Juli 2026 insgesamt 1.317 Wahlberechtigte in Deutschland (785 Telefoninterviews und 532 Online-Interviews). Es handelt sich um eine repräsentative Studie unter den Wahlberechtigten in Deutschland.

Infratest dimap weist darauf hin, dass die Sonntagsfrage zur Bundestagswahl aktuelle Parteipräferenzen misst und kein tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag final abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest.

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