Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, hat die hohe Zahl von getöteten humanitären Einsatzkräften in Konflikten weltweit beklagt. Er verlangt eine bessere Durchsetzung des völkerrechtlichen Schutzes.
Gröhe beklagt "untragbaren Zustand"
Im vergangenen Jahr seien mehr als 300 Helfer während ihres Einsatzes für andere Menschen getötet worden, darunter auch viele Mitarbeiter der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, sagte Gröhe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das sei ein "untragbarer Zustand". Hinter der Zahl steckten nicht nur Einzelschicksale, es handele sich vielmehr um eine Missachtung humanitärer Grundregeln insgesamt, betonte der DRK-Präsident.
Die Helfer, die unter widrigen Bedingungen und großen Risiken das Leid anderer Menschen lindern wollten, seien ein Sinnbild an Mitmenschlichkeit. Gröhe sagte: "Es ist von sehr großer Bedeutung, dass den Regeln im bewaffneten Konflikt, dem humanitären Völkerrecht, endlich wieder mehr Geltung verschafft wird und das Recht umfassend durchgesetzt wird."
Zivile Opfer vor allem im Gazastreifen
2024 waren nach UN-Angaben weltweit 383 Hilfskräfte in Krisengebieten getötet worden - fast die Hälfte von ihnen im Gazastreifen während des Kriegs zwischen Israel und der militant-islamistischen Hamas.
Mit Informationen von KNA und AFP
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