Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne (rechts) zieht seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz zurück.
Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne (rechts) zieht seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz zurück.
Bild
Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne (rechts) zieht seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz zurück.
Bildrechte: picture alliance / Jörg Carstensen
Schlagwörter
Bildrechte: picture alliance / Jörg Carstensen
Audiobeitrag

Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne (rechts) zieht seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz zurück.

Audiobeitrag
>

FDP-Vorsitz: Höne zieht zurück – Weg frei für Kubicki

FDP-Vorsitz: Höne zieht zurück – Weg frei für Kubicki

Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne zieht sich aus dem Rennen um den Parteivorsitz zurück. Damit macht er den Weg frei für den langjährigen FDP-Vize Wolfgang Kubicki, der sich beim Parteitag Ende Mai zur Wahl stellen will.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne zieht seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz zurück. Das bestätigte ein Sprecher der FDP NRW der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Höne werde nur noch als erster stellvertretender Bundesvorsitzender kandidieren, heißt es. Damit bleibt zunächst nur Wolfgang Kubicki als Kandidat für den FDP-Bundesvorsitz.

FDP will Kräfte bündeln

"Wir müssen alle zusammenführen, denen Freiheit wichtig ist", sagte Höne der "FAZ" in einem Doppelinterview mit Kubicki. "Und das muss schnell geschehen. Auch mit Blick auf die aktuelle Krise der Bundesregierung." Beide Politiker betonten, dass sie den Schritt in den vergangenen Tagen gemeinsam geplant hätten. Ziel sei es, dass die FDP Kräfte bündele. Kubicki stellte demnach in Aussicht, Höne eng einzubinden.

Der 39-jährige Höne ist Chef des größten FDP-Landesverbands und Fraktionsvorsitzender in einem der wenigen Landtage, in denen die FDP noch vertreten ist. Aktuell ist Höne - wie auch der 74-jährige Kubicki - Vizevorsitzender der Bundes-FDP.

Desaster auf Landes- und Bundesebene

Die FDP steckt in einer tiefen Krise. Bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres scheiterte sie an der Fünf-Prozent-Hürde und flog aus dem Parlament. Sie sitzt auch nur noch in sechs der 16 Landesparlamente. In diesem Jahr musste sie bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent schwere Niederlagen einstecken.

Daraufhin trat die gesamte Führung der Bundespartei zurück. Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr kündigte zunächst an, beim Parteitag Ende Mai erneut anzutreten. Er zog dann aber zurück, als Kubicki seine Kandidatur anmeldete.

Mit Informationen von dpa und AFP

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!