In Bayern bleibt das Winterwetter heute erst mal ruhig und trocken. Aber Vorsicht auf den Straßen – gebietsweise kann es dennoch glatt durch überfrierende Nässe sein. Erst in der Nacht und morgen fällt von den Alpen bis nach Oberfranken und östlich davon etwas Schnee oder Regen, zum Teil auch gefrierender Regen. Viel kommt nicht herunter, rutschig kann es aber trotzdem sein.
Ganz anders war die Lage heute Nacht in Hessen und Niedersachsen, wo sich auf schneebedeckter Fahrbahn Lastwagen festfuhren und die Menschen teils stundenlang im Stau standen.
Hessen: Unfälle, lange Staus und Behinderungen im Flugbetrieb
Das Winterwetter sorgte in Hessen für größere Probleme: Es kam zu Unfällen und kilometerlangen Staus. Auf der A3 zwischen Raunheim und Idstein staute sich der Verkehr zwischenzeitlich auf knapp 30 Kilometern Länge. Mehrere Städte und Kreise stellten den Busverkehr ein. In Osthessen starb auf schneeglatter Straße ein Mann. Laut Polizei geriet am Dienstag bei Fulda ein 70 Jahre alter Fahrer eines Sattelzugs nach links in die Gegenfahrspur und stieß mit seinem Fahrzeug frontal gegen einen entgegenkommenden Kastenwagen. Bei der Kollision wurde der 51-jährige Fahrer des Kastenwagens so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.
Viele Unfälle meldete die Polizei zum Beispiel in Baden-Württemberg in der Region Heilbronn, in Thüringen und in Niedersachsen – dort auf der Autobahn 7. An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt kam der Flugbetrieb vorübergehend zum Stillstand. Eine Schneedecke auf den Start- und Landebahnen machte Ab- und Anflüge zeitweise unmöglich. Die Deutsche Bahn meldete Verspätungen und Zugausfälle, etwa zwischen Berlin und Hannover sowie zwischen Köln und Frankfurt am Main.
Unterrichtsausfälle in Hessen, Bremen und Niedersachsen
Nach dem Verkehrschaos wegen schwerer Schneefälle auf Autobahnen in Mittel- und Osthessen entspannt sich die Lage am Mittwochmorgen allmählich, so eine Sprecherin der Polizei Mittelhessen. Im Norden ist die Lage aber nach wie vor angespannt. Blitzeis hat in der Nacht und am frühen Morgen auf der Autobahn 1 zwischen Osnabrück und Bremen zu zahlreichen Unfällen geführt. An zwei Stellen ist die Fahrbahn am Morgen weiter gesperrt. Vor allem mit Lastwagen war es demnach ab etwa 3.00 Uhr in beide Fahrtrichtungen vermehrt zu Glätteunfällen gekommen.
In Niedersachsen und auch Schleswig-Holstein führt ein Warnstreik der Straßenmeistereien außerdem zu Einschränkungen im Winterdienst. In beiden Bundesländern ist aber ein Notdienst vereinbart, damit die wichtigsten Straßen befahrbar bleiben.
Zahlreiche hessische und niedersächsische Landkreise lassen heute die Schulen geschlossen, ebenso Bremen und Bremerhaven. Der Winter sorgt in den kommenden Stunden und Tagen auch dafür, dass es im Osten Deutschlands zu Problemen auf den Straßen kommen könnte: Kommende Nacht bis Freitagnacht fällt wieder Schnee oder Eisregen, und zwar großflächiger. Das betrifft Teile Sachsens, Sachsen-Anhalts, Berlins, und Brandenburgs bis hinein ins südliche Mecklenburg-Vorpommern.
Extreme Glätte in den Niederlanden
Extreme Glätte hat das öffentliche Leben im Norden der Niederlande weitgehend stillgelegt. Für die drei nördlichen Provinzen Groningen, Friesland und Drenthe nahe der deutschen Grenze wurde Wetteralarm ausgelöst. Bis 12.00 Uhr gelte die höchste Alarmstufe Rot, teilten die Behörden mit. Menschen wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Züge und Busse fahren nicht. Auch Behörden und Schulen sind dicht. Krankenhäuser haben nach Medienberichten Termine zunächst bis 12 Uhr abgesagt.
Bayernkarte: Unwetterwarnungen des DWD
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