Ein Hausarzt sitzt in einem Sprechzimmer seiner Hausarztpraxis an einem Schreibtisch neben einem Stethoskop und arbeitet am Computer.
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Ein Hausarzt sitzt in einem Sprechzimmer seiner Hausarztpraxis an einem Schreibtisch neben einem Stethoskop und arbeitet am Computer.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Kahnert
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Grippewelle: Millionen Menschen in Deutschland sind krank

Grippewelle: Millionen Menschen in Deutschland sind krank

Die Grippewelle in Deutschland ist in vollem Gang. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind alle Altersgruppen von der Influenza betroffen. Hinzu kommen immer mehr RSV-Infektionen. Die Zahl der Coronafälle hingegen ging zurück.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Die Grippewelle sorgt derzeit für viel Betrieb in den Arztpraxen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind Menschen aller Altersgruppen von der steigenden Zahl an Influenza-Erkrankungen betroffen. Nachgewiesen werden überwiegend Influenza-A-Viren. Nicht nur die Zahl der Grippe-, sondern auch der RSV-Fälle stieg zuletzt stark.

Mehr als sieben Millionen Menschen mit Atemwegserkrankungen

Akute Atemwegserkrankungen betreffen sowohl Kinder als auch Erwachsene. Das RKI geht von rund 8.800 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner aus, unabhängig von einem Arztbesuch. Hochgerechnet entspricht das einer Gesamtzahl von etwa 7,4 Millionen akuten Atemwegserkrankungen.

Der betreffende RKI-Bericht zu akuten Atemwegserkrankungen bezieht sich auf die Woche zwischen 26. Januar und 1. Februar. Die Experten sprechen von einem hohen, aber für diese Jahreszeit üblichen Niveau. 

Gemeldete Covid-Fälle zurückgegangen

Die geschätzte Covid-19-Inzidenz ist den Angaben zufolge niedrig und liegt bei etwa 100 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. Die Zahl der an das RKI gemeldeten Fälle ging leicht zurück.

Einige Corona-Patienten müssen ins Krankenhaus, zum Teil auch auf die Intensivstation. Laut dem Pneumologen und Infektiologen Mathias Pletz, Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Jena, sind das aber meistens Patienten mit Vorerkrankung, zum Beispiel Krebs.

Schwere Verläufe zurückgegangen

Nach Angaben des RKI ging die Zahl schwerer akuter Atemwegserkrankungen in der Woche ab 26. Januar in den Krankenhäusern leicht zurück und lag auf moderatem Niveau. Vier von zehn neu aufgenommenen Patienten hatten eine Influenza-Diagnose. Bei Kindern zwischen 5 und 14 gab es bei den Krankenhauseinweisungen einen leichten Anstieg.

Zwar gibt es laut dem Pneumologen Pletz auch Grippefälle auf der Intensivstation, bislang sehe es aber nicht so aus, als seien es mehr als in vergangenen Wintern. Insgesamt ist die Auslastung der Intensivbetten in Deutschland stabil.

Grippe-Impfung immer noch sinnvoll

Die Grippe-Impfung gegen die saisonale Influenza wird Menschen empfohlen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Dazu zählen unter anderem Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, medizinisches Personal, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Menschen mit Vorerkrankungen, auch Kinder.

Mit Informationen von dpa

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