Nach wochenlanger Hitze und Trockenheit haben sich an der französischen Mittelmeerküste zahlreiche Feuer ausgebreitet.
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Nach wochenlanger Hitze und Trockenheit haben sich an der französischen Mittelmeerküste zahlreiche Feuer ausgebreitet.
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Hitzewelle bis 44 Grad: Waldbrände wüten im Süden Europas

Hitzewelle bis 44 Grad: Waldbrände wüten im Süden Europas

Dichte graue und orangefarbene Rauchwolken – die steigen aktuell in mehreren Ländern in Südeuropa auf. Nach der jüngsten Hitzewelle brennt es in Südfrankreich an mehreren Stellen. Auch in Portugal und Spanien kämpft die Feuerwehr gegen die Flammen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Tausende Einsatzkräfte kämpfen in mehreren Ländern aktuell gegen Waldbrände. Nicht überall konnten sie die Flammen schon unter Kontrolle bringen. Grund ist eine Hitzewelle im Süden Europas. In Südfrankreich wurden tausende Menschen evakuiert, in Portugal wurden Verbote erlassen und in Spanien warnen die Behörden die Zivilisten vor Gesundheitsgefahren.

In Frankreich sechs Menschen leicht verletzt

Nahe dem südfranzösischen Perpignan lodert ein Flächenbrand, der drei Campingplätze erfasst hat. Dabei wurden sechs Menschen leicht verletzt. 13 Feuerwehrleute und Polizisten erlitten zudem leichte Rauchvergiftungen. Das teilten die Behörden am Freitag mit. Etwa 1.700 Menschen mussten die Campingplätze verlassen, rund 1.500 weitere ihre Betriebe in der Region. Das Feuer war im Hafenort Sainte-Marie-la-Mer ausgebrochen und hatte sich auf den Nachbarort Canet-en-Roussillon ausgebreitet.

Insgesamt brannten 30 Hektar ab. Rund 280 Bungalows auf den Campingplätzen sowie eine Wassersportanlage wurden zerstört. Auch ein Unternehmen, das Katamarane herstellt, brannte ab. Der starke Wind begünstigte die Ausbreitung des Feuers. Inzwischen konnten die Einsatzkräfte die Flammen unter Kontrolle bringen.

Brände auch in weiteren französischen Gegenden

Der bislang größte Waldbrand hat sich in der Nähe von Narbonne, ebenfalls in Südfrankreich, entwickelt. Dort brannten mittlerweile 950 Hektar Vegetation ab. Die etwa 500 Feuerwehrleute, die in der Nacht im Einsatz waren, konnten das Feuer noch immer nicht unter Kontrolle bringen: Ein starker Wind und durch die Hitze stark ausgetrocknete Vegetation begünstigten das Feuer. Laut den Behörden stoppten die Retter aber zumindest seine Ausbreitung.

Nördlich von Montpellier ist ein Flächenbrand in der Nähe einer Mülldeponie ausgebrochen. Derzeit gilt in der französischen Mittelmeerregion die höchste Waldbrand-Warnstufe.

900 Feuerwehrleute in Portugal im Einsatz

Auch im Norden Portugals brennt es: Bei einem Waldbrand in Vouzela im Bezirk Viseu sind nach Angaben der Feuerwehr vier Menschen verletzt worden. Drei Feuerwehrleute hätten leichte und ein Zivilist schwere Verbrennungen erlitten, teilte ein Sprecher des Zivilschutzes am Freitag mit.

Mehr als 900 Feuerwehrleute seien gegen den in der Nacht zum Donnerstag ausgebrochenen Brand im Einsatz. Sie werden unterstützt von knapp 300 Fahrzeugen sowie acht Flugzeugen oder Hubschraubern.

Bis zu 44 Grad: Regierung in Lissabon ordnet Notfallmaßnahmen an

Außerdem sind knapp 300 Einsatzkräfte mit drei weiteren Bränden im Norden Portugals beschäftigt. Dort sollen die Temperaturen in einigen Bezirken auf bis zu 44 Grad Celsius steigen. Die Regierung in Lissabon hat wegen der Hitze Notfallmaßnahmen angeordnet. Damit können Behörden den Menschen unter anderem den Zugang zu Wäldern untersagen und den Einsatz bestimmter landwirtschaftlicher Maschinen einschränken.

Der portugiesische Innenminister Luís Neves sprach angesichts des Waldbrandrisikos in weiten Teilen des Landes von einem "Pulverfass".

Tausende Menschen auch in Spanien von Bränden betroffen

Im Nordosten Spaniens hat sich durch einen Waldbrand starker Rauch entwickelt. Die Behörden riefen deshalb rund 45.000 Bewohner mehrerer Ortschaften östlich von Girona dazu auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben, teilten die Behörden Kataloniens auf der Plattform X mit.

Bisher seien durch das Feuer in der Nähe der Stadt Bisbal d'Empodrá im Hinterland der Touristenregion Costa Brava etwa 1.300 Hektar Busch- und Waldland niedergebrannt. Das entspricht in etwa der Fläche von 1.800 Fußballfeldern. Menschen seien bisher nicht zu Schaden gekommen. Die Flammen würden von starken Winden angefacht und seien außer Kontrolle. Zudem hätten sie auf die bewaldete Bergregion Massís de les Gavarres übergegriffen. Sie ist rund 35.000 Hektar groß. Die Regionalregierung von Katalonien forderte die Hilfe der militärischen Nothilfeeinheit UME an.

Die Polizei teilte mit, sie habe einen Mann festgenommen, der verdächtig sei, den Brand ausgelöst zu haben. Er habe an einer Straße mit einem Trennschleifer gearbeitet. Diese Maschinen werden zum Schneiden von Metall oder Stein benutzt und schlagen dabei extrem heiße Funken, die trockene Vegetation leicht in Brand setzen können. Ihre Benutzung sei deshalb während der derzeitigen trockenen Hitze in der Region verboten gewesen.

Mit Informationen von dpa und AFP

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