Buckelwal "Timmy" liegt seit Ende März vor der Ostseeküste bei Wismar. Experten hatten bislang gesagt, dem gestrandeten Wal könne nicht geholfen werden – es sei das Beste, ihn in Ruhe sterben zu lassen. Doch jetzt die Kehrtwende: Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister gibt grünes Licht für den Rettungsversuch einer privaten Initiative.
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Buckelwal soll mit Luftkissen angehoben werden
Die Behörden hätten das entsprechende Konzept geprüft und ihm zugestimmt, sagte Till Backhaus (SPD) in Schwerin. Seinen Angaben zufolge soll der Wal per Luftkissen angehoben werden. Er solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert werden. Ein Schlepper soll die beiden Pontons bis in die Nordsee und den Atlantik ziehen, um den Wal dort freizulassen.
Die Aktion soll zügig starten. Die private Rettungsinitiative schickt noch am Mittwoch zunächst Taucher ins Wasser, die Kontakt zu dem Tier aufnehmen und es beruhigen sollen. Gelinge dann die Luftkissen-Aktion, könne der Transport aus der Region am Freitag beginnen, sagte Backhaus. Die Verantwortung für das Projekt liege ausschließlich bei der privaten Initiative. Die Behörden würden es aber begleiten und auf die Einhaltung tierschutz- und umweltschutzrechtlicher Vorgaben achten, sagte der Minister.
Minister erklärt Kehrtwende im Fall "Timmy"
Der kranke und geschwächte Wal liegt seit dem 31. März in der Wismarbucht vor der Ostsee-Insel Poel. Überlegungen, "Timmy" noch lebend zu bergen und in die Nordsee zu bringen, schlossen Experten zusammen mit Backhaus vor einigen Tagen eigentlich endgültig aus. Sie sahen keine realistischen Erfolgschancen dafür.
Das Tier sei nach wochenlangem Aufenthalt und vier Strandungen in der Ostsee weiter "in schwierigem Zustand" und nach allen bekannten Informationen "sicher schwer krank", erklärte Backhaus nun. Er habe aber immer gesagt, dass nach allen gangbaren "Lösungen im Sinn des Tiers" gesucht werden solle.
Das vorgeschlagene System aus Luftkissen und Pontons stelle einen neuen Ansatz dar, sagte der Minister. Geplant und finanziert wird das Vorhaben den Angaben zufolge von den Unternehmern Karin Walter-Mommert und Walter Gunz.
Mit Informationen von dpa und AFP
Im Video: Wal soll zum Weiterschwimmen bewegt werden (20.04.26)
Der vor der Insel Poel verharrende Buckelwal soll zum Weiterschwimmen bewegt werden.
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