Wegen der vierten Hitzewelle des Sommers hat Italien für Donnerstag für alle 27 Großstädte des Landes die höchste Warnstufe ausgerufen.
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Warnstufe gilt auch für junge und gesunde Menschen
Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, gilt die Alarmstufe Rot. Diese signalisiert einen potenziellen Gesundheitsnotstand und ein ernstes Risiko für die gesamte Bevölkerung, auch für junge und gesunde Menschen. Am Dienstag und Mittwoch gilt die Alarmstufe bereits für 25 Städte. Am Donnerstag sollen auch Messina und Reggio Calabria im äußersten Süden folgen.
Meteorologen erwarten keine Abkühlung
Aus dem Ministerium hieß es, dies sei das erste Mal in diesem Jahr, dass für alle 27 Städte die höchste Alarmstufe gelte. Ob dies in früheren Jahren schon einmal der Fall war, blieb zunächst unklar. Die Temperaturen sind in einigen Regionen Italiens auf bis zu 40 Grad Celsius geklettert. Meteorologen erwarten vor dem Wochenende keine Abkühlung. Verursacht wird die Hitzewelle unter anderem durch ein Hochdruckgebiet aus Nordafrika, das sich über dem Mittelmeer verstärkt und über weite Teile Europas ausgedehnt hat.
Waldbrände in den USA und den Niederlanden
Indes verschärft die anhaltende Hitze die Waldbrandlage in den USA und den Niederlanden: Im US-Bundesstaat Washington haben mehrere Großbrände ganze Wohngebiete verwüstet. Mehr als 700 Häuser und andere Gebäude wurden zerstört, rund 65.000 Menschen allein im Raum Spokane mussten ihre Häuser verlassen. Insgesamt kämpfen etwa 5.000 Einsatzkräfte gegen 17 größere Brände. Auch in den Niederlanden ist ein Großbrand in einem Naturgebiet nahe der deutschen Grenze weiter außer Kontrolle. Das Feuer hat bereits rund 100 Hektar erfasst. Rund 250 Feuerwehrleute und Löschhubschrauber der Armee versuchen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Lage in Griechenland und Frankreich entspannt sich
In Griechenland entspannt sich die Lage dagegen vorsichtig: Die schweren Wald- und Buschbrände westlich von Athen sind nach vier Tagen intensiver Löscharbeiten weitgehend unter Kontrolle. Entwarnung geben die Behörden aber nicht. Besonders kritisch seien die heißen Mittagsstunden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Dann könnten sich aus Glutnestern erneut Brände entwickeln, weil die Temperaturen steigen und die Luftfeuchtigkeit sinkt. Erschwert werden die Löscharbeiten zudem durch die große Ausdehnung der Brandgebiete und schwer zugängliches Gelände. Mehr als 500 Feuerwehrleute sowie zahlreiche Löschflugzeuge und -hubschrauber bleiben deshalb im Einsatz.
Frankreich wirbt um Rückkehr der Touristen
Entspannung auch in Frankreich: Nach den katastrophalen Waldbränden an der französischen Atlantikküste wirbt die gerade auch bei Deutschen sehr beliebte Region um eine schnelle Rückkehr der Touristen. Die Wasser- und Luftqualität sei wieder in Ordnung und Strände, Campingplätze und Quartiere seien wieder geöffnet, ebenso wie alle Flughäfen und Bahnhöfe der Region, betonten das Pariser Tourismusministerium, der Tourismusverband "Atout France" und das Department Gironde. Alle Aktivitäten, Ausflüge und Unternehmungen seien wieder möglich.
Nachdem die Präfektur in Bordeaux am Morgen acht vorsorglich evakuierte und von den Bränden nicht betroffene Campingplätze wieder freigegeben hatte, folgten am Nachmittag weitere Lockerungen.
Mit Informationen von dpa und Reuters.
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