US-Präsident Trump nach dem Vorfall beim Pressedinner.
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"Wir entscheiden mit Mehrheiten, nicht mit der Waffe"

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Politiker weltweit haben den Schusswaffenangriff beim Pressedinner in Washington verurteilt. Bundeskanzler Merz teilte mit: "Gewalt hat keinen Platz in einer Demokratie". Frankreichs Präsident Macron nannte den Vorfall "inakzeptabel".

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den Schusswaffenvorfall bei einer Veranstaltung mit US-Präsident Donald Trump in Washington in scharfen Worten verurteilt. "Gewalt hat keinen Platz in einer Demokratie. Wir entscheiden mit Mehrheiten, nicht mit der Waffe", schrieb Merz am Sonntag im Onlinedienst X. Er verurteile den "Anschlagsversuch" und sei "froh, dass Präsident Trump, First Lady Melania Trump und alle Anwesenden in Sicherheit sind".

Macron sichert "uneingeschränkte Unterstützung" zu

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den Schusswaffenvorfall während des traditionellen Korrespondenten-Dinners in Washington scharf verurteilt. "Der bewaffnete Angriff auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten ist inakzeptabel", erklärte Macron im Onlinedienst X. "Gewalt hat in einer Demokratie keinen Platz", betonte er und sicherte Trump seine "uneingeschränkte Unterstützung" zu.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte, er und seine Frau Sara seien "schockiert angesichts des Mordversuchs". "Wir sind erleichtert, dass der Präsident und die First Lady wohlauf sind", schrieb Netanjahu auf X. "Wir wünschen dem verletzten Polizisten eine vollständige und schnelle Genesung und sprechen dem Secret Service unsere Anerkennung für sein schnelles und entschlossenes Handeln aus", fügte der Ministerpräsident hinzu.

Von der Leyen lobt Polizei und Sicherheitskräfte

Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni sprach Trump und allen Anwesenden ihre Anteilnahme aus. "Kein politischer Hass darf in unseren Demokratien Platz finden. Wir werden nicht zulassen, dass Fanatismus die Orte der freien Debatte und der Information vergiftet", schrieb sie in einem Post. Der britische Premierminister Keir Starmer schrieb auf X, dass es eine riesige Erleichterung sei, dass Trump, seine Frau, First Lady Melania Trump, und alle Anwesenden in Sicherheit seien. "Jeder Angriff auf demokratische Institutionen oder auf die Pressefreiheit muss aufs Schärfste verurteilt werden."

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb, dass Gewalt in der Politik niemals Platz habe. Sie danke Polizei und Sicherheitskräften, die durch ihr schnelles Handeln die Sicherheit der Gäste gewährleistet hätten. Ähnlich äußerte sich EU-Ratspräsident António Costa. Er nannte die Ereignisse auf X zutiefst beunruhigend. Politische Gewalt habe im öffentlichen Leben keinen Platz und müsse entschieden abgelehnt werden. 

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez teilte mit: "Gewalt ist niemals der richtige Weg. Die Menschheit kommt nur durch Demokratie, Zusammenleben und Frieden voran."

Sicherheitsbeamter überlebt dank kugelsicherer Weste

Die Schüsse waren am Samstagabend (Ortszeit) während des traditionellen Korrespondenten-Dinners in einem Hotel gefallen, kurz bevor Trump bei der Veranstaltung das Wort ergreifen sollte. Der Vorfall ereignete sich in einem Kontrollbereich außerhalb des Festsaals. Nach bisherigen Erkenntnissen stürmte der Angreifer gegen halb neun am Abend durch eine Zugangsschleuse des Secret Service, es fielen Schüsse. Trump postete ein Video in den sozialen Medien, das den mutmaßlichen Täter zeigt, wie er an den Beamten vorbeirennt, ehe diese das Feuer eröffnen.

Der Präsident und seine Frau Melania wurden rasch von Sicherheitskräften abgeschirmt und in Sicherheit gebracht. Auch Vizepräsident JD Vance und alle anderen anwesenden Kabinettsmitglieder überstanden den Vorfall nach Trumps eigenen Angaben unversehrt. Durch die Schüsse wurde laut Trump ein Sicherheitsbeamter getroffen, der aber dank seiner kugelsicheren Weste überlebte. Der Angreifer wurde festgenommen, ohne von Kugeln getroffen worden zu sein. Auf einem Foto war zu sehen, wie bewaffnete Einsatzkräfte eine am Boden liegende Person umringen. Trump zufolge kommt der Mann aus Kalifornien.

Täter hatte wohl mehrere Waffen

Trump warf dem mutmaßlichen Täter Mordabsichten vor. Der Schütze habe "mehrere Waffen" gehabt, sagte Trump etwa zwei Stunden nach dem Vorfall bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Ermittlern zufolge handelte es sich um eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe und mehrere Messer. Ersten Erkenntnissen nach ist der Verdächtige ein 31 Jahre alter Informatiker.

Am Montag soll er einem Bundesgericht vorgeführt werden. Er solle wegen der Verwendung einer Feuerwaffe während eines Gewaltverbrechens sowie wegen des Angriffs auf einen Bundesbeamten mit einer gefährlichen Waffe angeklagt werden, erklärte US-Staatsanwältin Jeanine Piro.

Mit Material von AFP und dpa

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