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Massiver Stromausfall in Berlin – schon wieder Brandstiftung?

Massiver Stromausfall in Berlin – schon wieder Brandstiftung?

In Berlin sind 45.000 Haushalte von einem Stromausfall betroffen. Die Ursache ist ein Brand an einer Kabelbrücke. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung. Bereits im vergangenen September hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Der massive Stromausfall in Berlin, von dem mehr als 45.000 Haushalte betroffen sind, wird noch Tage andauern. Grund ist der sehr aufwendige Bau von Ersatzleitungen nach dem Brand einer Kabelbrücke über den Teltow-Kanal, wie ein Sprecher mitteilte. Der Netzbetreiber hofft aber, rund 10.000 Haushalte ab Samstagabend aus anderen Netzteilen wieder zu versorgen.

Brand an der Kabelbrücke Ursache für Stromausfall

Der Strom war am frühen Samstagmorgen in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde ausgefallen. Betroffen waren laut Stromnetz Berlin 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe. Ursache ist der Brand an der Kabelbrücke zum nahegelegenen Kraftwerk Lichterfelde. Dadurch seien mehrere Hochspannungskabel beschädigt worden.

"Aufgrund der entstandenen erheblichen Schäden wird die Reparatur der Kabel sehr lange dauern", teilte Stromnetz Berlin mit. "Aktuell arbeitet Stromnetz Berlin am Aufbau eines Provisoriums. Wir rechnen mit einer vollständigen Wiederversorgung aller Kundinnen und Kunden bis kommenden Donnerstagnachmittag (8.1.2026)." Nötig sei umfangreicher Tiefbau und Kabelzug. Dies werde durch das Winterwetter erschwert. Außerdem laufe noch die Spurensicherung am Brandort.

Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben wegen des Verdachts der Brandstiftung. Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen teilte sie zunächst nicht mit.

Wieder politisch motivierter Anschlag?

Wegen des Stromausfalls funktionieren auch viele Heizungen nicht. Auch der Mobilfunk ist gestört. Im betroffenen Gebiet haben Läden geschlossen, Ampeln sind ausgefallen. Wenn die Lage über Tage andauert, müssen viele Menschen überlegen, ob sie woanders Unterschlupf finden.

Feuerwehrsprecher Adrian Wentzel sagte: "Es ist ein deutlicher Unterschied zum Sommer: Es wird um 16.00 Uhr dunkel, es wird kalt." Die Feuerwehr richte sich auf einen mehrstündigen Einsatz ein, "der sich auch garantiert noch bis in die Morgenstunden mindestens ziehen wird".

Von der Dimension ist der Stromausfall nach Angaben von Stromnetz Berlin vergleichbar mit einem ähnlichen Fall im September im Südosten Berlins, als anfangs 50.000 Kunden betroffen waren. Auch damals zog sich der Stromausfall über Tage hin. 

Ursache damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten. Die Frage, ob auch diesmal eine politisch motivierte Brandstiftung dahinterstecken könnte, blieb zunächst offen. Die Polizei äußerte sich dazu auf Nachfrage zunächst nicht und verwies auf laufende Ermittlungen.

Zum Hören: Großer Stromausfall in Berlin

03.01.2026, Berlin: Ein Mann geht mit seinem Fahrrad durch den Bahnhof Wannsee nach einem Stromausfall. Nach einem Brand an einer Kabelbrücke am Kraftwerk Lichterfelde kommt es durch den Stromausfall im Südwesten von Berlin zu Beeinträchtigungen. Foto: Michael Kappeler/Dpa/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Mit Informationen von dpa

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