In Österreich ist ein zwölfjähriger Bub bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen. Wie ein Sprecher der Bergrettung berichtete, hatte eine Familie am Dienstagvormittag im Skigebiet Sportgastein im Bundesland Salzburg eine Abfahrt außerhalb der präparierten Pisten gewagt. In einer Rinne habe sich ein Schneebrett gelöst und den Zwölfjährigen unter sich begraben.
Wiederbelebungsversuche erfolglos
Der Versuch, das Kind wiederzubeleben, sei nach 45 Minuten abgebrochen worden, hieß es. Der Notarzt einer Hubschrauberbesatzung konnte nur noch den Tod des Buben feststellen. Nach Angaben der Bergrettung stammt das Opfer aus Tschechien. Wie genau es zu dem Unfall kam, ermittelt nun die Alpinpolizei. Das ist bei Unfällen mit Verletzten oder Toten im Gebirge gesetzlich vorgeschrieben.
Im österreichischen Untertauern wurden derweil eine Skitourengeherin und ihr Begleiter von einer Lawine verschüttet. Der Mann konnte sich nach Behördenangaben befreien und seine leicht verletzte Begleiterin ausgraben. Bereits am Sonntag war in Tirol eine Skitourengeherin bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen.
Lawinen-Risiko in Skigebieten
Nach Einschätzung der Bergrettung Bad Gastein ist die derzeitige Schneelage oft brisant. Der Neuschnee habe keine stabile Verbindung zum Altschnee. Immer wieder lösten sich Schneebretter auch ohne jede Belastung, so der Sprecher der Bergrettung Bad Gastein, Roland Pfund, weiter.
Laut dem Internetportal lawine.at (externer Link) ist die Lawinengefahr im Salzburger Land sowie in Tirol und in Vorarlberg an zahlreichen Hängen "mäßig", an einigen auch "erheblich".
Mit Informationen der dpa und AFP
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!
