Frachtschiff in der Straße von Hormus
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Bildrechte: picture alliance / Anadolu | Shadi J. H. Alassar
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Nach Ankündigung von US-Seeblockade: Ölpreis zieht kräftig an

Nach Ankündigung von US-Seeblockade: Ölpreis zieht kräftig an

Die kurzfristige, leichte Entspannung auf dem Ölmarkt scheint wieder vorbei zu sein: Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Meerenge von Hormus durch die Marine blockieren zu lassen, hat der Ölpreis wieder deutlich zugelegt.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Nachdem die Friedensverhandlungen zwischen USA und dem Iran vorläufig gescheitert sind, hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, ab Montagnachmittag die Straße von Hormus zu blockieren. Der Iran spricht von Bluff. Die Börsen und der Ölpreis reagieren sofort.

Seeblockade ab Montagnachmittag

US-Präsident Donald Trump sieht in der Blockade der Meerenge das geeignete Druckmittel auf den Iran, nachdem die Friedensverhandlungen in Pakistan am Wochenende ohne Ergebnis zu Ende gegangen sind. Er kündigte an, Schiffe in der Straße von Hormus aufzuhalten, die die iranische Häfen anlaufen oder von dort kommen.

Zugleich erläuterte das US-Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, nicht beeinträchtigt werde. Trump will mit der Hormus-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Die Blockade soll um 16.00 Uhr unserer Zeit beginnen. 

Ölpreise ziehen wieder an

Die Märkte reagierten daraufhin prompt: Die Ölpreise stiegen wieder deutlich an. In der Nacht zum Montag zog der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni wieder über die Marke von 100 US-Dollar an.

Dies belastete bereits die Börsen in Asien, der Dax startete mit einem Minus und nähert sich damit seinem Niveau vor dem Kurssprung am vergangenen Mittwoch. An den Märkten wird eine neue militärische Eskalation im Konflikt zwischen den USA und Iran befürchtet.

Zapfsäule: Rekord bei der mittäglichen Preiserhöhung

Die Talfahrt der Spritpreise ist wohl zunächst vorbei. Angesichts steigender Ölpreise zeichnet sich die nächste Trendwende an der Zapfsäule ab, wie aus Daten des ADAC hervorgeht:

Am Montagmittag waren Benzin und Diesel im bundesweiten Schnitt nach der mittäglichen Erhöhung wieder deutlich teurer, als am Sonntag. Die Sprünge zwischen 11.45 Uhr und 12.15 Uhr waren mit im Schnitt 12,5 Cent pro Liter Diesel und 11,4 Cent bei Super E10 die höchsten seit Einführung der 12-Uhr-Regel.

Bundesregierung reagiert mit neuen Entlastungen

Angesichts der hohen Spritpreise hatte die Bundesregierung am Montagmorgen ihre Pläne mitgeteilt, Autofahrerinnen und Autofahrer entlasten zu wollen. Dazu soll die Energiesteuer bei Diesel und Benzin um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter gesenkt werden - begrenzt auf zwei Monate.

"Damit werden wir sehr schnell die Lage für die Autofahrer und für die Betriebe im Land verbessern", erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Er erwarte, dass die Mineralölwirtschaft die Entlastung direkt und ohne Einschränkung an die Verbraucher weitergebe.

Im Video: EU plant Maßnahmen zur Energie-Krise

Tanker an der Straße von Hormus
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Tanker an der Straße von Hormus

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