04.02.2026, Berlin: Bahnmitarbeiter stehen während einer Gedenkminute für einen getöteten Zugbegleiter im Berliner Hauptbahnhof.
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Zugbegleiter stirbt nach Angriff bei Ticketkontrolle
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Zugbegleiter stirbt nach Angriff bei Ticketkontrolle

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Nach Tod eines Zugbegleiters: Zu wenig Schutz in der Bahn?

Nach Tod eines Zugbegleiters: Zu wenig Schutz in der Bahn?

Der Tod eines Zugbegleiters nach einer Attacke bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz schockiert Deutschland; Forderungen nach besserem Schutz von Bahnmitarbeitenden werden laut. Was ist aber dafür nötig?

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Die Tat löst deutschlandweit Entsetzen aus. Ein 36 Jahre alter Bahnmitarbeiter war bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress von einem Mann ohne gültiges Ticket mit Schlägen attackiert worden. Er verlor das Bewusstsein und starb später in einer Klinik. Der mutmaßliche Täter, ein 26 Jahre alter griechischer Fahrgast, sitzt in Untersuchungshaft. 

Was muss getan werden, um Bahnmitarbeiter besser zu schützen? Darüber haben wir mit dem Bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sowie mit dem Bezirksvorsitzenden der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in Bayern Uwe Böhm (externer Link) gesprochen. Das Video zum Livestream finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.

Bahnchefin kündigt baldigen Sicherheitsgipfel an

Nach dem tödlichen Angriff auf den Zugbegleiter Serkan C. in Rheinland-Pfalz kündigte Bahnchefin Evelyn Palla an, in den kommenden Tagen einen Sicherheitsgipfel einzuberufen. Es sei entscheidend, alle relevanten Entscheidungsträger zusammenzubringen, die für die Sicherheit im Bahnverkehr zuständig sind, erklärte sie in Berlin. Eingeladen werden Vertreter der Bundes- und Landespolitik, der Aufgabenträger für den Regionalverkehr, Gewerkschaften, die Bundespolizei sowie andere Akteure aus der Bahnbranche.

Ein konkretes Datum für das Treffen wurde noch nicht genannt. Ziel des Gipfels ist es, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit zu erarbeiten.

Forderung nach Bodycams wird laut

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter macht sich nun der Betriebsratschef im DB-Regionalverkehr für Bodycams mit Tonfunktion stark. "Wir brauchen eine Bodycam, die auch Tonaufzeichnungen wiedergibt und nicht nur das Filmmaterial", sagte Ralf Damde, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats DB Regio Schiene/Bus im Gespräch mit dem Sender WDR5. Es sei für ihn nicht nachvollziehbar, dass der Datenschutz dem entgegenstehen solle. 

Auch der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Martin Burkert sprach sich im Bayerischen Rundfunk dafür aus. Zugbegleiter könnten zudem durch einen Notrufknopf an der Armbanduhr ausgestattet werden. "Das ist alles immer mit Kosten verbunden. Aber Sicherheit ist nicht verhandelbar", sagte er. 

Analyse der Videoaufnahmen des Angriffs

Die Videoaufnahmen vom Angriff zeigten, dass der Zugbegleiter sich vorbildlich verhalten habe, sagte Damde: "Er hat deeskaliert und trotzdem ist es passiert". Es sei aber wichtig, zu hören, was gesprochen werde – auch um später besser beweisen zu können, wie sich solche Situationen steigerten. Dies sei daher einer der ersten Punkte, die er mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) besprechen wolle. 

Laut Umfrage sehr häufig verbale und körperliche Übergriffe

Eine Umfrage der EVG unter Bahnmitarbeitenden habe ergeben, dass 82 Prozent der Befragten schon einmal einen verbalen oder körperlichen Übergriff erlebt hätten, sagte Burkert. "Das sind schockierende Zahlen. Und wir sagen seit langem, dass sich etwas ändern muss."

Mit Informationen von dpa

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