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Öffentlicher Dienst: Verdi kündigt großen Streiktag in Bayern an

Öffentlicher Dienst: Verdi kündigt großen Streiktag in Bayern an

Im Tarifkonflikt beim öffentlichen Dienst der Länder gibt es keine Annäherung. Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag kommender Woche neue Warnstreiks angekündigt. Erneut werden auch Unikliniken, Hochschulen und Straßenmeistereien betroffen sein.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt beim öffentlichen Dienst der Länder ruft die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte kommenden Dienstag (10.2.) auch in Bayern zu ganztägigen Warnstreiks auf.

Erneut auch Unikliniken und Hochschulen betroffen

Auf Nachfrage erklärte Verdi, von den Aktionen seien wie schon bei bisherigen Streikmaßnahmen unter anderem die Unikliniken im Freistaat, Hochschulen, Studierendenwerke, Staatstheater und Straßenmeistereien betroffen. Die Warnstreiks wie an den zwei Münchner Unikliniken sollen dabei zum Teil schon am Montag beginnen.

Die Versorgung der Patienten sei an allen bestreikten Standorten in Bayern sichergestellt, nicht nötige Operationen müssten aber möglicherweise verschoben werden. Auch auf den Straßen sei ein Notdienst gesichert, erklärte Verdi. Die Gewerkschaft rechnet mit tausenden von Teilnehmern an den Aktionen. In München und Erlangen sind zentrale Kundgebungen geplant.

Gewerkschaft will Druck vor nächster Verhandlungsrunde erklären

Der Streik findet am Tag vor der nächsten Verhandlungsrunde zwischen Verdi, Beamtenbund und Ländern vom 11. bis 13.2. in Potsdam statt. "Die bisher stattgefundenen, ersten Warnstreiks haben deutlich gemacht, dass die Kolleg*innen mit dem Verhandlungsverlauf nicht einverstanden sind und ein konkretes Angebot erwarten", erklärte dazu die stellvertretende Landesbezirksleiterin von Verdi Bayern, Sinan Öztürk, am Montag. Sollte es weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber geben, werde der Druck weiter erhöht.

Fronten im Tarifkonflikt unverändert

Die Gewerkschaften fordern in dem Tarifkonflikt unter anderem sieben Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat und höhere Zuschläge für Sonntags- oder Schichtarbeit, sowie eine zeitnahe Übertragung der Tarifergebnisse auf Beamte und Versorgungsempfänger. Der Beschluss der Staatsregierung, die Beamtenbesoldung nicht zeitgleich übertragen zu wollen, stoße "auf besondere Verärgerung", so Öztürk.

Die Tarifgemeinschaft der Länder (ausgenommen Hessen) lehnt die Forderung der Gewerkschaften weiterhin als angesichts der Kassenlage nicht finanzierbar ab. Die Arbeitgeberseite bot zuletzt etwas mehr als einen Inflationsausgleich an. In Bayern sind von der Tarifrunde knapp 400.000 Beschäftigte (Tarifkräfte und Beamte) betroffen.

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