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Neue Eskalation: USA bombardieren iranische Militärziele

Neue Eskalation: USA bombardieren iranische Militärziele

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran eskalieren weiter: Nach neuen US-Luftangriffen auf rund 140 Militärziele schließt Teheran die Straße von Hormus und greift US-Stützpunkte in der Region an. Beide Seiten drohen mit weiterer Vergeltung.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Schon 32-mal hat US-Präsident Donald Trump laut Recherchen von NBC News den Krieg mit dem Iran (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt) für beendet erklärt. Nun flammt der Krieg abermals auf: In der vergangenen Nacht hat das US-Militär eigenen Angaben zufolge eine neue Angriffswelle gegen den Iran durchgeführt. Die Attacke sei ein Vergeltungsschlag für den Angriff auf ein weiteres Handelsschiff in der Straße von Hormus gewesen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit.

Iranische Medien berichteten über Explosionen in mehreren Städten im Süden des Landes sowie auf der Insel Keschm und in der Provinz Chusestan. Bei einem Angriff auf die Hafenstadt Dschask sei ein Marinesoldat getötet worden, berichteten iranische Medien.

Hegseth: Iran hat eine schlechte Entscheidung getroffen

Die US-Streitkräfte griffen in der vergangenen Nacht eigenen Angaben zufolge rund 140 iranische Militärziele mit Präzisionsmunition an, die von land- und seegestützten Kampfflugzeugen, Drohnen und Marineschiffen abgefeuert wurde. Zu den Zielen gehörten demnach iranische Raketen- und Drohnenstellungen, Marineeinrichtungen, Munitionslager, Kommunikationsnetze und Küstenüberwachungsstandorte.

Die neue US-Angriffswelle erfolgte nach Armeeangaben, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein unter der Flagge Zyperns fahrendes Containerschiff in der Straße von Hormus vor Oman beschossen hatten.  Nach omanischen Behördenangaben wurden 23 Besatzungsmitglieder gerettet. Ein weiteres Mitglied werde vermisst.

Irans Revolutionsgarden hatten eigenen Angaben zufolge Warnschüsse gegen das Schiff abgegeben und es gestoppt, weil es sich auf einer nicht genehmigten Route befunden habe. An Bord des Schiffes brach laut Centcom ein Feuer aus. Wegen erheblicher Schäden konnte es seine Fahrt demnach nicht fortsetzen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte: "Der Iran hat eine schlechte Entscheidung getroffen. Jetzt muss er dafür bezahlen".

"Wir haben sie letzte Nacht hart getroffen", sagte Trump am Sonntag in einem Interview mit dem US-Sender CNN. Der Iran habe am Samstag kurz vor einem "Deal" gestanden. "Sie waren dabei, alles aufzugeben, und dann plötzlich, zwei Stunden später, trafen sie ein Schiff mit einer Drohne", fügte der US-Präsident hinzu. "Diese Leute, mit denen ist etwas faul."

USA: Drei Angriffswellen binnen einer Woche

Insgesamt habe man während der drei Angriffswellen binnen einer Woche auf Anweisung von Trump mehr als 300 Ziele getroffen, hieß es von US-Seite. Damit solle die Fähigkeit des Iran geschwächt werden, zivile Seeleute und Handelsschiffe anzugreifen, die die Straße von Hormus durchquerten. Die Durchfahrt von Handelsschiffen durch diesen wichtigen internationalen Seeweg werde fortgesetzt.

Seit Anfang Mai hätten die US-Streitkräfte dazu beigetragen, die erfolgreiche Durchfahrt von mehr als 800 Handelsschiffen und 400 Millionen Barrel Rohöl durch die Straße von Hormus zu ermöglichen, teilte Centcom mit. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.

Iran reagiert: Mehrere Golfstaaten angegriffen

Als Vergeltung schloss der Iran die Straße von Hormus bis auf Weiteres. Die für den Welthandel wichtige Meerenge dürfe bis zu einem "Ende der amerikanischen Interventionen in dieser Region" nicht befahren werden, erklärten die iranischen Revolutionsgarden. Anders die Darstellung der USA: Wie US-Präsident Donald Trump NBC sagte, ist Hormus für die Handelsschifffahrt geöffnet.

Indes rief der Vermittler Pakistan Teheran und Washington zur Zurückhaltung auf. Derweil attackierte der Iran Ziele in mehreren Golfstaaten und Jordanien. Die Revolutionsgarden (IRGC) bekannten sich zu Angriffen auf US-Militärbasen. Die Luftstreitkräfte hätten in einer ersten Phase "wichtige militärische Infrastruktur und Anlagen" auf dem Luftwaffenstützpunkt Prince Hassan Air Base in Jordanien angegriffen, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Die Revolutionsgarden behaupteten, mit mehreren ballistischen Raketen ein Kommando- und Kontrollzentrum sowie Hangars für MQ-9-Drohnen zerstört zu haben. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. 

Mit Informationen von dpa und AFP

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