Handelsschiffe warten weiter auf sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus (Archivbild)
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Neue US-Angriffe gegen Iran – Teheran droht mit Vergeltung

Neue US-Angriffe gegen Iran – Teheran droht mit Vergeltung

US-Militärschläge gegen den Iran haben die Hoffnung auf ein Ende des Irankriegs und die Öffnung der Straße von Hormus gedämpft. Die Revolutionsgarden betonen ihr "Recht auf Vergeltung". US-Außenminister Rubio verweist auf andauernde Verhandlungen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Im Süden des Landes wurden Raketenstellungen getroffen und im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen sollten, wie das US-Militär mitteilte.

Iranische Medien berichten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern. Ein Sprecher des Regionalkommandos der US-Streitkräfte für den Nahen Osten (Centcom) erklärte, die jüngsten "Angriffe zur Selbstverteidigung" dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär.

Iran betont "Recht auf Vergeltung"

Die iranischen Revolutionsgarden behalten sich das Recht auf Vergeltung für jegliche Verletzungen der Waffenruhe durch die USA vor. Dieses Recht sei legitim, so die Verlautbarung in staatlichen Medien. Zudem melden die Garden, dass Luftabwehreinheiten eine US-Drohne des Typs MQ-9 abgeschossen und das Feuer auf einen Kampfjet eröffnet hätten, der in den iranischen Luftraum eingedrungen sei.

Zu Wort meldete sich auch der oberste iranische Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei: Die USA könnten sich künftig nicht mehr auf den Schutz ihrer Militärstützpunkte durch die Golfstaaten verlassen. Es werde für die USA in der Region keinen sicheren Hafen mehr geben. Chamenei war zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem dieser zu Beginn des Kriegs getötet worden war. Er soll allerdings selbst verletzt worden sein. Öffentlich ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürt.

Rubio: Noch "ein paar Tage" Verhandlungen

US-Außenminister Marco Rubio sagte bei einem Besuch in Indien, das Festzurren der genauen Formulierungen in dem geplanten Abkommen mit dem Iran werde wohl noch ein paar Tage in Anspruch nehmen. Bei den Gesprächen in der katarischen Hauptstadt Doha geht es um die Schifffahrtsroute am Golf von Hormus, eine mögliche Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und das iranische Atomprogramm. US-Präsident Donald Trump brachte eine mögliche Kompromisslösung für den Umgang mit Irans angereichertem Uran ins Spiel, nannte aber keine Details.

Der Preis für ein Barrel Rohöl der globalen Referenzsorte Brent legte unterdessen wieder um mehr als zwei Prozent auf 98,44 US-Dollar zu.

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