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(Archivbild) Donald Trump steckt mit seiner Iran-Politik in der Sackgasse: Hat er sich verkalkuliert?
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Iran: Trump hat nur noch zwei schlechte Optionen

Iran: Trump hat nur noch zwei schlechte Optionen

Trump steckt mit seiner Iran-Politik in der Sackgasse: Trotz massiver Drohungen zeigt Teheran keine Zugeständnisse. Stattdessen wächst der Druck auf den US‑Präsidenten. Nun bleiben ihm offenbar nur noch zwei riskante Optionen. Eine Analyse.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Das sei "ein Stück Müll", "völlig inakzeptabel". Er hätte das Antwortschreiben der iranischen Führung erst "gar nicht zu Ende gelesen", so schwach sei es gewesen. US-Präsident Trump macht keinen Hehl aus seiner Verärgerung. Die Chance, dass die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran aufrechterhalten bleibt, liegt nach Worten Trumps bei "einem Prozent".

Glaubt der Iran, dass Trump blufft?

Der Zorn des US-Präsidenten ist aus seiner Sicht verständlich. So hat Teheran nach Angaben iranischer Staatsmedien Bedingungen für die Wiederaufnahme von direkten Verhandlungen gefordert, die Washington als gezielte Provokation betrachtet. So hätten die USA Reparationen für die verursachten Kriegsschäden zu zahlen.

Ferner habe Washington die iranische Souveränität über die Straße von Hormus anzuerkennen. Zudem müssten die USA das Sanktionsregime beenden, mit dem die US-Regierung Teheran belegt hat. Über das Schicksal des iranischen Nuklearprogramms könnte zu einem späteren Zeitpunkt gesprochen werden, ergänzte ein iranischer Außenamtssprecher.

Mehrfach hatte Trump in den vergangenen Wochen damit gedroht, sollte Teheran nicht einlenken, werde "die Bombardierung beginnen." Der Iran glaube, so kommentiert das "Wall Street Journal" die iranische Zurückweisung des Angebots des US-Präsidenten, dass "Trump blufft." Das Problem sei, dass Trump unter Druck steht, "und jeder weiß das."

"Trump steckt in der Iran-Falle"

Der ehemalige Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, gilt zurecht als einer der härtesten Kritiker Trumps. Seit seinem Rücktritt im September 2019, während der ersten Amtszeit Trumps, hat Bolton die Außen- und Sicherheitspolitik des Präsidenten als konzeptlos, widersprüchlich und impulsiv bezeichnet. In einer Frage jedoch blieb sich der Ex-Sicherheitsberater treu: Den Angriffskrieg der USA und Israels gegen das Mullah-Regime befürwortete Bolton vorbehaltlos.

In einem Kommentar der "Washington Post" rechnet Bolton mit der fehlenden Strategie Trumps gegenüber dem Iran ab. "Präsident Donald Trump ist in einer selbst geschaffenen Iran-Kriegsfalle gefangen", analysiert Bolton die derzeitige Lage. Seit Wochen sei es Trumps Bestreben gewesen, ein Abkommen zu erzielen, das es ihm ermögliche, "einen 'Sieg' über irgendetwas zu verkünden." Gute Lösungen schienen rar zu sein, "was seine Frustration noch verstärkt."

Das liege vor allem daran, was der Präsident nicht getan habe. Und Bolton listet als Versäumnisse auf, die auch von europäischen Nato-Partnern wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) genannt worden sind: Trump habe weder der eigenen Bevölkerung vor Kriegsbeginn erklärt, warum die Anwendung von militärischer Gewalt gerechtfertigt sei, Teherans Nuklearprogramm auszuschalten oder einen Regimewechsel herbeizuführen oder die militärischen Fähigkeiten des Irans zu zerschlagen. Noch habe der Präsident "die Verbündeten der USA in der Nato, im Persischen Golf oder Amerikas Partner im indo-pazifischen Raum konsultiert, die in hohem Maße vom Öl aus dem Nahen Osten abhängig sind."

Trump hat falsches Signal an Iran gesendet

Die äußerst fragile Waffenruhe zwischen Washington und Teheran ist in der vergangenen Woche vom Iran mehrfach missachtet worden – ein deutliches Zeichen für die Überzeugung des Regimes, dass es den Krieg politisch überlebt und sich somit zum "Sieger" erklären kann: So habe der Iran zweimal auf amerikanische Kriegsschiffe mit Raketen, Drohnen und Schnellbooten geschossen und mehrfach auf die Vereinigten Arabischen Emirate, wie das "Wall Street Journal" meldet.

Dass Trump an der Waffenruhe festgehalten habe, habe ein "falsches Signal gesendet." Das Regime sei mittlerweile davon überzeugt, dass Trump den Krieg nicht mehr fortsetzen wolle. Der US-Präsident wies diese Einschätzung am Montag mit den Worten zurück: "Sie glauben, ich würde müde werden oder mich langweilen oder unter Druck geraten." Aber es gebe "überhaupt keinen Druck." Amerika werde einen "vollständigen Sieg" erzielen.

Krieg wieder aufnehmen oder Straße von Hormus sichern?

Trump habe nur zwei Optionen, die mit der nationalen Sicherheit der USA vereinbar seien, bilanziert Ex-Sicherheitsberater Bolton. Entweder den "vielfach gebrochenen Waffenstillstand für beendet zu erklären und die Zerstörung der staatlichen Machtinstrumente des Iran wieder aufzunehmen." Oder als zweite Option, die weniger disruptiv wäre: die Straße von Hormus militärisch für den Handel mit den arabischen Golfstaaten zu öffnen, und zugleich die US-Blockade der iranischen Hafenstädte am Persischen Golf aufrechtzuerhalten.

Die Kernfrage lautet inzwischen: Wer kontrolliert die Straße von Hormus? In einem Kommentar der Nachrichtenagentur Reuters heißt es zutreffend: Eine erneute Konfrontation zwischen Teheran und Washington werde immer wahrscheinlicher, da beide Seiten die Grenzen dessen ausloten, "wer den Energiefluss durch die Meeresenge kontrolliert."

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