In einem Transplantationszentrum wird eine Niere beim Empfänger transplantiert.
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Nierenspende in München erzwungen: Zwei Verdächtige festgenommen
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Waltraud Grubitzsch
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Nierenspende in München erzwungen: Zwei Verdächtige festgenommen

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Nierenspende in München erzwungen: Zwei Verdächtige festgenommen

Nierenspende in München erzwungen: Zwei Verdächtige festgenommen

Ein rumänisches Ehepaar soll in München einen Mann festgehalten und zur Nierenspende gezwungen haben. Nun wurden der Mann und die Frau in Rumänien festgenommen – auf Grundlage eines Haftbefehls aus Deutschland.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Ein Rumäne mit einem schweren Nierenleiden hat, offenbar zusammen mit seiner Frau, einen Mann in München zu einer Nierenspende gezwungen. Jetzt sind der Mann und die Frau in Rumänien festgenommen worden. Die für organisiertes Verbrechen zuständige Staatsanwaltschaft DIICOT in Bukarest hat damit einen europäischen Haftbefehl auf Antrag aus München vollstreckt. Die Festnahme wurde von einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft in München bestätigt. Diese will jetzt die Auslieferung der beiden beantragen.

Mutmaßliches Ehepaar gehört zu Verbrecherbande

Die Festgenommenen seien "herausragende Mitglieder" einer "verbrecherischen Gruppe" in Timisoara, so die rumänische Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf laute auf "schwerer Menschenhandel zum Zwecke der Organentnahme". Rumänischen Medienberichten zufolge handelt es sich um ein Ehepaar. Gefasst wurden die beiden Verdächtigen in der südwestrumänischen Kleinstadt Caransebes.

Eltern mit Tod bedroht, um Nierenspende zu erzwingen

Das Opfer, das ebenfalls aus Rumänien stammt, wurde mit der Drohung zur Nierenspende gezwungen, dass ansonsten dessen Eltern in Rumänien getötet werden könnten. Der Mann wurde in einer Wohnung in München festgehalten. Seine Ausweise waren ihm, so die DIICOT, abgenommen worden. Außerdem hätten die Verdächtigen jeglichen Kontakt zu dessen Familie unterbunden. Die Nieren-"Spende" sei dann in einer deutschen Klinik vollzogen worden. Das Opfer musste sich dafür als Neffe des Verdächtigen ausgeben, obwohl das nicht stimmte.

Mit Informationen von dpa

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