Die junge Frau sitzt am Tisch und vor ihr steht eine Medikamentenbox.
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Magdalena Falk muss zurzeit noch sechszehn Tabletten täglich einnehmen.

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Tag der Organspende: Ein neues Leben für Magdalena

Tag der Organspende: Ein neues Leben für Magdalena

Dank einer Spenderleber ist die 27-jährige Magdalena Falk am Leben. Sie hofft auf eine künftig höhere Spendenbereitschaft, denn allein in Bayern warten rund 1.100 Menschen auf ein lebensrettendes Organ. Im Bundestag gibt es dazu einen neuen Vorstoß.

Über dieses Thema berichtet: Abendschau am .

Ihr Lieblingslied, das Magdalena Falk gerne auf dem Klavier spielt, heißt "Viva la Vida": Es lebe das Leben! Denn im August vergangenen Jahres wäre sie fast gestorben. Eine Lebertransplantation in der Uniklinik Würzburg hat ihr das Leben gerettet. "Ich bin sehr glücklich, dass ich noch lebe", sagt die 27-Jährige.

Auch wenn es für die junge Frau ein langer Weg ist, im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf die Beine zu kommen. Erst seit Kurzem kann sie ohne Rollator gehen, doch für längere Strecken muss sie weiterhin trainieren. Ihre Medikamentenliste ist lang und einige Tabletten wird Magdalena Falk lebenslang einnehmen müssen. Doch die Spenderleber in ihrem Körper arbeitet gut und bislang sind alle Nachuntersuchungen positiv verlaufen.

Lebensbedrohliche Situation

Bis zum vergangenen August hätte Magdalena Falk aus dem Landkreis Coburg nicht gedacht, dass sie jemals eine Organtransplantation bräuchte. Rückblickend erzählt sie, dass sie sich schon wochenlang kraftlos und müde gefühlt hatte, und das Bett kaum verlassen konnte. Als ihre Eltern zu Besuch kommen, fallen ihnen die gelbliche Augenfärbung und großen Blutergüsse am Körper ihrer Tochter auf.

Magdalena Falk kommt ins Krankenhaus und wird schon wenige Stunden später notfallmäßig für eine Lebertransplantation in die Uniklinik Würzburg geflogen. Doch bis eine passende Spenderleber da ist, vergehen vier Wochen, in denen sie im künstlichen Koma liegt. Auch nach der Transplantation muss sie noch mehrere Wochen in der Uniklinik behandelt werden, dann folgt die Reha. Auslöser für ihr Leberversagen ist vermutlich eine Autoimmunerkrankung gewesen.

Gesundheitsministerin wirbt für Widerspruchslösung

Die junge Frau möchte daher an alle Menschen appellieren, über eine mögliche Organspende nachzudenken und gegebenenfalls einen Organspende-Ausweis auszufüllen oder sich im Online-Register einzutragen: "Dadurch kann man vielleicht mehr Menschenleben retten als man denkt. Denn meistens können mehrere Organe zum Guten genutzt werden", sagt sie.

Doch das Angebot an Spender-Organen ist in Deutschland deutlich geringer als der Bedarf. Die Bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach wirbt daher schon länger für die Einführung der Widerspruchslösung. "Wer kein Organspender sein möchte, der muss aktiv widersprechen. Ich halte das für sinnvoll, weil ohnehin ungefähr 85 Prozent der Deutschen offen sind für eine Organspende. Von daher wäre es sinnvoll, es so zu regeln."

Zu wenige Organspender in Bayern

Aktuell warten in Bayern rund 1.100 Menschen auf ein lebensrettendes Organ. "Dahinter stehen schwere Schicksale von Betroffenen und deren Familienangehörige, die dringlichst auf den erlösenden Anruf warten", sagt Judith Gerlach. Deutschland liegt bei den Organspenden deutlich hinter anderen Ländern zurück. Während in Kroatien etwa 30 Menschen pro eine Million Einwohner nach dem Tod zu Organspendern werden, sind es in Deutschland nur rund elf. Bayern lag dabei vergangenes Jahr sogar leicht unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt.

Viele europäische Länder mit mehr Spendern haben die Widerspruchsregelung. Gegner sehen darin jedoch eine Verletzung der Selbstbestimmung und kritisieren, dass Schweigen nicht als Zustimmung gewertet werden dürfe. In Deutschland dagegen gilt die Zustimmungsregelung: einer möglichen Organspende nach dem Tod muss zu Lebzeiten aktiv zugestimmt werden – oder die Angehörigen entscheiden nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen.

Neuer Vorstoß im Bundestag

2020 hatte der Bundestag entschieden, an der aktuell gültigen Zustimmungsregelung festzuhalten. Gleichzeitig sollte breiter über die Organspende informiert werden. Trotzdem blieb die Zahl der Organspender niedrig. Ein zweiter Versuch der Einführung der Widerspruchsregelung scheiterte 2024, weil die Ampel-Koalition vorzeitig zerbrach.

Nun hat Anfang Mai 2026 eine interfraktionelle Gruppe von Bundestagsabgeordneten einen neuen Gesetzentwurf für die Einführung der Widerspruchslösung vorgelegt. Damit geht die politische Debatte in eine neue Runde. Eine Abstimmung ohne Fraktionszwang könnte dann Ende des Jahres stattfinden. Sollte der Bundestag der Einführung einer Widerspruchsregelung zustimmen, wäre eine Übergangsfrist von drei Jahren vorgesehen. Somit könnte das Gesetz ab 2030 gelten.

Video: Organspendetag - Leben retten

Am Organspende-Tag in Deutschland soll mit Veranstaltungen auf den Mangel an Spenderorganen aufmerksam gemacht werden.
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Am Organspende-Tag in Deutschland soll mit Veranstaltungen auf den Mangel an Spenderorganen aufmerksam gemacht werden.

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