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Pest-Verdacht: Lauterbach sieht kein erhöhtes Risiko für Europa

Pest-Verdacht: Lauterbach sieht kein erhöhtes Risiko für Europa

Ob es Lungenpest war, ist unklar: Nach Berichten über den Tod einer Laborantin in Russland fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zwar Transparenz und schnelles Handeln, sieht aber keine Gefahr für Europas Bevölkerung.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht nach einem mutmaßlichen Lungenpestfall in Russland momentan keine Gefahr für Europa. Russland müsse offen mit den internationalen Gesundheitseinrichtungen, insbesondere der WHO, kooperieren, sagte Lauterbach der Rheinischen Post (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt). Dazu sei Moskau "verpflichtet". "Für die Bevölkerung in Europa besteht jedoch derzeit kein erhöhtes Risiko."

Aus Corona-Pandemie gelernt: Schnelles Handeln wichtig

Transparenz und schnelles Handeln seien allerdings "das Wichtigste zur Vermeidung von Epidemien", sagte der frühere Bundesgesundheitsminister weiter. Er fügte hinzu: "Wenn wir eines aus der Corona-Zeit gelernt haben, dann ist es genau das." 

Russland beschwichtigt, WHO-Chef fordert Transparenz 

Die russische Gesundheitsbehörde erklärte, es gebe "keinerlei epidemische Risiken". Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach am Mittwoch von "Falschinformationen" hinsichtlich des "überwiegenden Teils dessen, was die Medien in diesem Zusammenhang berichten".

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte am Mittwoch die Führung in Moskau aufgefordert, "Licht in die Medienberichte über einen zweiten Mitarbeiter zu bringen, der an einer Lungenentzündung ungeklärter Ursache erkrankt ist". Auch die USA und die EU drängten auf Aufklärung. 

Kreml weiß nichts von Telefonat-Termin mit Trump

Ob beziehungsweise wann US-Präsident Donald Trump mit Kreml-Chef Wladimir Putin über den Lungenpestverdacht sprechen wird, ist russischen Angaben zufolge offen. Moskau und Washington hätten sich noch nicht auf ein Telefongespräch geeinigt, sagte der Kreml-Sprecher der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Zuvor hatte Trump angekündigt, dass er einen Termin für ein Telefonat habe und dieses sehr bald stattfinden werde.

Labormitarbeiterin angeblich an Lungenpest gestorben

Russischen Medien zufolge war in der vergangenen Woche eine 28 Jahre alte Labormitarbeiterin einer Forschungseinrichtung in Irkutsk in Sibirien an der Lungenpest gestorben. Sie soll sich durch ein zerbrochenes Reagenzglas infiziert haben. Der Nachrichtenwebsite "Menschen des Baikal" zufolge wurden rund 200 Kontaktpersonen der Laborantin unter Quarantäne gestellt.

Mit Informationen von AFP und dpa

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