Risse in tragenden Teilen der Flügel des weltgrößten Passagierflugzeugs Airbus A380 haben die Europäische Luftfahrtbehörde EASA alarmiert. In einer Lufttüchtigkeitsanweisung vom 22. Juni, die heute in Kraft tritt, ordnet die Behörde kurzfristige Untersuchungen an 16 Maschinen der Fluggesellschaften Emirates und Qantas an.
Fünf Flugzeuge müssen sofort gründlich geprüft werden
Fünf der doppelstöckigen Großraumflugzeuge müssen bereits vor dem nächsten Flug gründlich geprüft werden, die übrigen elf innerhalb der nächsten 25 Flugzyklen. Die entdeckten Risse in bestimmten Strukturkomponenten der Tragflächen könnten langfristig die Stabilität der Flügel beeinträchtigen. Airbus sieht daher zusätzliche, detaillierte Inspektionen als notwendig an.
Von den betroffenen Flugzeugen gehören 15 zur Flotte der arabischen Airline Emirates – die weltweit größte A380-Flotte. Die andere Maschine wird von der australischen Qantas betrieben.
Wenige Bestellungen: A380 ist raus aus dem Programm
Der Airbus A380 wurde 2021 mangels neuer Bestellungen aus der Produktion genommen. Die Lufthansa hatte ihre A380-Flotte während der Corona-Krise vorübergehend eingemottet. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hielt einen erneuten Einsatz damals zeitweise für unrealistisch, ließ die verbliebenen Maschinen jedoch aufgrund der starken Passagiernachfrage wieder in den regulären Dienst stellen.
Transparenzhinweis: In einer früheren Version hatten wir den A380 als "Jumbojet" beschrieben, das war nicht korrekt. Ein BR24-User hat uns darauf aufmerksam gemacht. Als Jumbojet wird nur die Boeing 747 beschrieben.
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