Brückeneinsturz in der Region Molise
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Brückeneinsturz in der Region Molise
Bildrechte: picture alliance / SIPA | AGF/Nicola Marfisi/AGF
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Brückeneinsturz in der Region Molise

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Starke Unwetter und Überschwemmung im Zentrum und Süden Italiens

Starke Unwetter und Überschwemmung im Zentrum und Süden Italiens

Teile Italiens erleben derzeit heftige Unwetter mit Regen und meterhohen Schneedecken: In den Regionen Abruzzen, Molise und Apulien traten Flüsse über die Ufer. Zahlreiche Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Auch eine wichtige Brücke stürzte ein.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Der Südosten und das Zentrum Italiens werden derzeit von heftigen Unwettern heimgesucht. In den Regionen Abruzzen, Molise und Apulien sorgten starke Regenfälle und Schnee für Überschwemmungen und Erdrutsche. In Molise brachte der Dauerregen am Donnerstag eine wichtige Brücke zum Einsturz. In einem Skigebiet wurden elf Menschen durch starke Schneefälle von der Außenwelt abgeschnitten.

Wichtige Verbindung von Padua nach Otranto

Die eingestürzte Brücke ist Teil einer der wichtigsten und längsten Staatsstraßen Italiens, der Strada Statale 16 Adriatica. Sie führt von Padua in Venetien im Norden des Landes bis nach Otranto im süditalienischen Apulien. Der teilweise Einsturz der Brücke auf der Höhe der Gemeinde Montenero di Bisaccia dürfte daher zumindest auf dem südlichen Teil der Strecke schwerwiegende Folgen für den Verkehr haben.

Die Lage an der Brücke wurde bereits seit Mittwoch wegen des starken Regens von den Behörden beobachtet. Der Teileinsturz der Brücke ereignete sich während Überprüfungen für eine Wiedereröffnung. "Zum Glück war die Straße gesperrt und es befanden sich keine Fahrzeuge auf dem Weg, sonst wäre es eine Tragödie gewesen", sagte die Bürgermeisterin von Montenero di Bisaccia, Simona Contucci, dem Fernsehsender Rai am Unglücksort.

Überschwemmungen und Erdrutsche in den Abruzzen und Apulien

In den Abruzzen und Apulien traten Flüsse über die Ufer, es kam zu Erdrutschen und Überschwemmungen, wie die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" berichtete. Für Teile der Region wurde die höchste Hochwasser-Warnstufe ausgerufen. Auch starke Schneefälle wurden demnach gemeldet. Mehrere Menschen mussten vorsorglich ihre Häuser verlassen und kamen in Turnhallen oder ähnlichen Notunterkünften unter.

Meterhohe Schneefälle: Menschen in Hotel eingeschlossen

In dem Skigebiet Passolanciano unweit von Pescara wurden elf Menschen in einem Hotel von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem dort rund drei Meter Schnee gefallen waren. Beide Zufahrtststraßen zu dem Gebiet waren nicht mehr passierbar. Einsatzkräfte des Militärs wurden losgeschickt, um die Betroffenen in Sicherheit zu bringen und die Straßen freizuräumen.

Mit Informationen von dpa

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