27.08.2026: Trump benennt Lake Ontario in "Lake America" um
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27.08.2026: Trump benennt Lake Ontario in "Lake America" um
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Streit mit Kanada: Trump benennt Lake Ontario in Lake America um

Streit mit Kanada: Trump benennt Lake Ontario in Lake America um

Trump ärgert sich über das Nachbarland Kanada und treibt den Zollstreit voran. Jetzt setzt er ein symbolträchtiges Zeichen und nutzt wieder einmal die Macht von Namen. Er benennt einseitig den Lake Ontario in Lake America um.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

US-Präsident Donald Trump hat den Lake Ontario in Lake America umbenannt und damit den Streit mit dem Nachbarland Kanada verschärft. Die Namensänderung trete mit sofortiger Wirkung in Kraft, sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Oval Office in Washington.

Kanadischer Premier: Name ist über 400 Jahre alt

Die Reaktion des kanadischen Premierministers Mark Carney kam noch am selben Tag: Die Realität sei, dass der See Lake Ontario heiße – "früher, jetzt und für immer", schrieb er auf der Plattform X. "Der Name ist über 400 Jahre alt und älter als sowohl die Konföderation Kanadas als auch die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika."

Der Lake Ontario ist einer der fünf Großen Seen in Nordamerika und grenzt sowohl an die kanadische Provinz Ontario als auch an den US-Bundesstaat New York. Gemäß einem Abkommen aus dem Jahr 1909 liegen etwa 52 Prozent der Seeoberfläche auf kanadischem Staatsgebiet.

Nicht die erste Umbenennung

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump eine Namensänderung vornimmt. Nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 hatte er den Golf von Mexiko in Golf von Amerika umbenannt.

Der US-Präsident kann nicht eigenmächtig internationale Gewässer umbenennen. Er kann allerdings anordnen, dass offizielle US-Regierungsdokumente und -karten geändert werden. Im Fall des Golfs von Mexikos hatte sich der Online-Kartendienst Google Maps dem Willen des Präsidenten gebeugt. Er zeigt US-Nutzern die Meeresbucht als "Gulf of America" an.

Wie Trophäen zählte Trump nun vor laufenden Kameras auf, was er schon umbenannt hat. "Wir haben einen Golf und einen See. Jetzt fehlt uns nur noch ein Ozean. Vielleicht werden wir also den Namen des Atlantiks und/oder des Pazifiks ändern müssen.

Kanada kündigte Vergeltungsmaßnahmen auf US-Strafzölle an

Zwischen den USA und Kanada schwelt ein Handelskonflikt, der zuletzt eskaliert war. Kanada hatte am Dienstag als Reaktion auf neue US-Strafzölle Vergeltungsmaßnahmen im Wert von knapp 20 Milliarden US-Dollar angekündigt. Am vergangenen Samstag waren US-Zölle von 50 Prozent auf kanadische Importe in Kraft getreten, nachdem Verhandlungen gescheitert waren.

Die Haltung der US-Bevölkerung zum nördlichen Nachbarn weicht von der Linie des Präsidenten ab. Rund 72 Prozent der US-Bürger haben einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos vom Mai zufolge ein positives Bild von Kanada. Dies ist ein höherer Wert als für jedes andere Land in der Erhebung, einschließlich Deutschland und Mexiko. Der Anteil liegt zudem etwa doppelt so hoch wie Trumps eigene Beliebtheitswerte.

Mit Informationen von Reuters und AFP

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