US-Präsident Trump am Rednerpult auf der UN-Vollversammlung in New York.
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US-Präsident Trump hat dem Iran abermals mit der Vernichtung gedroht.
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US-Präsident Trump hat dem Iran abermals mit der Vernichtung gedroht.

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Trump bei der UN: Frustriert droht er dem Iran Vernichtung an

Trump bei der UN: Frustriert droht er dem Iran Vernichtung an

Auf der UN-Vollversammlung droht Donald Trump dem Iran erneut mit Vernichtung. Wenige Stunden später sprechen seine Unterhändler mit iranischen Vertretern. Der Krieg macht Trump immer unbeliebter daheim.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Es war nicht, wie bei seinem Auftritt im letzten Jahr, eine Aneinanderreihung wüster Beschimpfungen, die Donald Trump dieses Mal vor der UN-Vollversammlung vom Stapel ließ. Damals hatte er etwa den Europäern zugerufen, sie sollten "zur Hölle fahren" und darauf bestanden, den Friedensnobelpreis erhalten zu müssen.

Ein Jahr später wussten die Staats- und Regierungschefs im mit grünem Marmor ausgekleideten Saal der Vereinten Nationen: Ihnen stand ein US-Präsident gegenüber, der "frustriert von einem Krieg gegen den Iran ist, der weit über sein ursprüngliches Versprechen hinaus andauert," so die zutreffende Analyse der "Washington Post".

Trump vor einer "großen Entscheidung"

Eingeholt von den Folgen der weltweit in die Höhe schießenden Energiepreise, von der unveränderten Blockade der Straße von Hormus und den nahenden Zwischenwahlen zum US-Kongress Anfang November versicherte Trump, er würde sich von diesen belastenden Faktoren nicht irritieren lassen: "Ich stehe vor einer großen Entscheidung", sagte Trump.

Entweder werde ein Abkommen mit dem Iran geschlossen, das es dem Land ermögliche, sich wieder aufzubauen und ein weitaus größeres Land zu schaffen, als es je zuvor gewesen sei. "Oder vernichte ich die Islamische Republik – und zwar schnell -, ohne ihr jemals wieder die Chance zu geben, Menschen und Länder zu töten und zu zerstören?" Er könne den Iran "in die Hölle treiben, ohne jede Überlebenschance und Hoffnung auf zukünftige Größe oder nachfolgende Generationen."

Drohen und verhandeln – zum wiederholten Mal

Nur wenige Stunden nach seiner Ansprache trafen Trumps Unterhändler, Jared Kushner und Steve Witkoff, in New York mit Vertretern eben jenes Staates zu direkten Gesprächen zusammen, dem der US-Präsident zum wiederholten Mal die Vernichtung ihres Landes angedroht hatte. Das Treffen sei "sehr gut" verlaufen, erklärte Trump anschließend. Dies weckt die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung.

Allerdings: "Herr Trump ist schon so oft zwischen ,Vernichtung' und ,Frieden in unserer Zeit' hin und her gewechselt, dass die erschöpften Amerikaner nicht mehr wissen, was sie glauben sollen", kommentiert das "Wall Street Journal". Das sei auch der Grund dafür, dass inzwischen einige republikanische Kandidaten für den US-Kongress ein Ende des Krieges forderten.

Kritik an Trumps Drohungen

Die iranische Führung achte erfahrungsgemäß nur darauf, was der Präsident tue und nicht darauf, womit er drohe. Das "Gerede" von der Vernichtung wirke unglaubwürdig und schade nur der Abschreckungskraft der USA. Und daheim schade sich Trump mit solchen Aussagen ebenfalls, "weil es nicht so aussieht, als würden die USA gewinnen".

Die Äußerungen des US-Präsidenten fallen zu einem Zeitpunkt, "zu dem er von seinen traditionellen Verbündeten isolierter, denn je zu sein scheint und die Amerikaner in Umfragen angeben, seine Außenpolitik mit überwältigender Mehrheit abzulehnen", analysiert die "New York Times" und gibt zu bedenken: Doch nichts davon scheine Trump dazu zu bewegen, von den heftigen Drohungen abzurücken, "die er in seiner zweiten Amtszeit mit militärischen Maßnahmen verbunden hat".

Kritik der "New York Times"

Selbst gemessen an Trumps Standards habe seine Rede "den grundlegenden Zweck der Vereinten Nationen außer Acht" gelassen. Das Podium der Vereinten Nationen sei ein ungewöhnlicher Schauplatz für den Staatschef einer globalen Supermacht, um damit zu drohen, die islamische Republik "auszulöschen" oder zu erklären, dass in einem weiteren Konflikt "die Beute dem Sieger gehört". Doch genau das, so die "New York Times", habe Trump am Dienstag getan.

Im Video: UN-Generaldebatte in New York

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