Archivbild: 18.11.2025, USA, Washington: Demonstranten halten Schilder während einer Pressekonferenz zum Epstein Files Transparency Act vor dem U.S. Capitol in Washington, D.C..
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Das US-Justizministerium hat weitere Akten über den Sexualstraftäter Epstein veröffentlicht.
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Trump, Musk, Gates: Was in den neuen Epstein-Files drinsteckt

Trump, Musk, Gates: Was in den neuen Epstein-Files drinsteckt

Das US-Justizministerium hat weitere Akten über den Sexualstraftäter Epstein veröffentlicht. Neben Elon Musk und Bill Gates wird darin auch US-Handelsminister Lutnick erwähnt. US-Demokraten kritisieren die erneut nur bruchstückhafte Veröffentlichung.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten, mehr als 2.000 Videos und 180.000 Fotos: Das US-Justizministerium hat weitere Ermittlungsakten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht.

Epstein hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Er starb 2019 im Alter von 66 Jahren in einer Gefängniszelle unter ungeklärten Umständen. Enthalten ist in den jetzt freigegebenen Akten auch die Einschätzung eines Ermittlers, dass die letzte Kommunikation Epsteins nicht wie ein Abschiedsbrief wirke. Aus den Akten geht auch hervor, dass US-Staatsanwälte Anklage gegen drei weitere Personen Anklage erwägen.

Oft kam die Frage auf, welche Promis in Epsteins Machenschaften verwickelt gewesen sein könnten - dabei fiel auch der Name des US-Präsidenten Donald Trump.

Musk und Epstein schrieben sich E-Mails

Zu den bekanntesten Namen in den neu veröffentlichten Unterlagen gehören zwei der reichsten Menschen der Welt, die Tech-Milliardäre Elon Musk und Bill Gates. Von Musk gibt es unter anderem einen E-Mail-Austausch aus dem Jahr 2012 mit Epstein, in dem Musk anscheinend einen Besuch auf Epsteins Insel organisiert und diesen fragt, an welchem Tag die "wildeste Party" dort steigen werde.

Musk betonte auf seiner Plattform X, nur sehr wenig Kontakt zu gehabt zu haben. Er sei sich bewusst gewesen, "dass einige E-Mail-Korrespondenzen mit ihm falsch interpretiert und von Kritikern dazu benutzt werden könnten, meinen Namen zu beschmutzen".

Der Name von Microsoft-Gründer Gates kommt in zwei E-Mails vor, die 2013 offenbar von Epstein an sein eigenes Konto geschickt wurden, wie US-Medien berichten. Darin gibt Epstein an, Gates Medikamente besorgt zu haben, "um mit den Folgen von Sex mit russischen Mädchen fertig zu werden". In einer Stellungnahme, aus der mehrere Medien zitieren, sagte ein Gates-Sprecher: "Diese Behauptungen – von einem erwiesenen, verärgerten Lügner – sind absolut absurd und völlig falsch."

Die reine Nennung oder Abbildung in den Epstein-Akten ist kein Hinweis auf ein Fehlverhalten. Viele der bereits früher identifizierten Personen stritten eine Verstrickung in Epsteins kriminelle Machenschaften stets ab.

Auch Trump kommt wieder vor

Der Name des US-Präsidenten kommt in den neuen Akten häufig vor - nach Angaben der "New York Times" in mindestens 4.500 Dokumenten. Trump kannte Epstein gut, wie frühere Fotos der beiden zeigen. Der US-Präsident bestreitet jegliche Verwicklung in die kriminellen Machenschaften.

Für Aufsehen in zahlreichen Medien sorgte etwa eine FBI-Liste mit Anschuldigungen gegen Trump, die bei der US-Bundespolizei eingegangen waren. Vom Justizministerium hieß es, einige der Dokumente enthielten unwahre Behauptungen gegen Trump.

Auch Trumps Handelsminister Howard Lutnick kommt in den Unterlagen vor. Danach hat Epstein Lutnick 2012 auf seine Insel eingeladen und sich später über einen Hausbau in der Nähe ihrer Häuser ausgetauscht. Lutnick hatte vergangenes Jahr in einem Podcast über Epstein gesagt, er habe schon 2005 entschieden, mit dieser "widerlichen Person" nie wieder in einem Raum sein zu wollen.

Brisante Mails zu Ex-Prinz Andrew

Die neuen Akten scheinen auch Einblick in Epsteins Korrespondenz mit dem früheren britischen Prinzen Andrew (65) zu geben. Britische Medien stürzten sich auf zahlreiche E-Mails und mehrere Bilder, die Andrew auf allen Vieren gebeugt über eine junge Frau, deren Gesicht geschwärzt ist, zeigen sollen.

Wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal waren Andrew zuletzt alle Titel, Ehren und Auszeichnungen entzogen worden. Er heißt nur noch Andrew Mountbatten-Windsor, die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs im Epstein-Skandal weist er zurück.

Mehrere Demokraten kritisieren, dass das Ministerium viel zu viele Dokumente ohne angemessene Begründung nicht online gestellt habe, die festgelegte Frist zur Veröffentlichung längst abgelaufen ist und viele Dokumente komplett geschwärzt sind. Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, erklärte, zahlreiche Fragen seien weiter offen. "Ist jedes Dokument veröffentlicht, das den Begriff 'Trump' enthält?", fragte Schumer etwa. Und was genau stehe in den restlichen drei Millionen Dokumenten-Seiten, die laut Justizministerium nicht veröffentlicht worden seien.

Mit Informationen von dpa und AFP

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