Nach stundenlanger, heftiger Diskussion haben die Staats- und Regierungschefs der EU ihre Verhandlungen über den nächsten Sieben-Jahre-Haushalt der EU ohne Ergebnis vertagt. Bei der kontroversen Debatte am Donnerstag in Brüssel seien die unterschiedlichen Positionen aufeinandergetroffen, verlautete es aus deutschen Regierungskreisen.
Was bedeutet die vertagte Entscheidung für die Bürgerinnen und Bürger in der EU? Darüber hat BR24 mit ARD-Korrespondent Jean-Marie Magro live in Brüssel gesprochen. Was bedeuten die Entwicklungen für Deutschland und für Bayern? Darüber haben wir mit dem Experten für EU-Fiskalpolitik Prof. Friedrich Heinemann vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung sowie Prof. Jürgen Jerger von der Universität Regensburg gesprochen. Den Livestream finden Sie oben eingebettet in diesem Artikel.
Die Positionen waren bereits vor dem Gipfel klar: Auf der einen Seite die Länder, die ein größeres Budget fordern und auf der anderen Seite die, die zu Sparsamkeit mahnen. Neben Deutschland zählen auch Österreich, Schweden, Dänemark, die Niederlande und Finnland zu den Sparsamen.
Kommen die zwei Billionen Euro – oder nicht?
Die EU-Kommission hatte im Sommer einen Entwurf in Höhe von fast zwei Billionen Euro vorgelegt. Die irische Ratspräsidentschaft präsentierte am Wochenende ihren Vorschlag, der im Vergleich zur Kommission Kürzungen in Höhe von rund 140 Milliarden Euro vorsieht.
Mit Informationen von AFP
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