(Symbolbild) Panoramablick auf Dubai, die bevölkerungsreichste Stadt der VAE
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(Symbolbild) Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen zum 1. Mai die Opec verlassen.
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(Symbolbild) Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen zum 1. Mai die Opec verlassen.

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Vereinigte Arabische Emirate treten aus der Opec aus

Vereinigte Arabische Emirate treten aus der Opec aus

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen zum 1. Mai die OPEC verlassen. Sie werfen den Nachbarn vor, sie nicht genug vor den iranischen Attacken geschützt zu haben. Experten erwarten eine Schwächung des Ölkartells.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Mitten in der größten Energiekrise seit Jahrzehnten treten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der Ölallianz Opec und dem erweiterten Verbund Opec+ aus. Der Schritt werde am 1. Mai erfolgen, berichteten staatliche Medien am Dienstag. Mit dem Austritt können die VAE dann selber Fördermenge und Preis bestimmen.

Im Zuge des Kriegs gegen den Iran hatten die Emirate schwere Vorwürfe gegen andere arabische Staaten erhoben. Die Entscheidung ist ein schwerer Schlag für die Exportländer und deren De-facto-Anführer Saudi-Arabien, zumal der Krieg im Iran bereits einen historischen Energieschock ausgelöst und die Weltwirtschaft verunsichert hat. Die VAE waren vor Beginn des Iran-Kriegs viertgrößter Produzent in der Opec+ mit ihren 22 Mitgliedern – nach Saudi-Arabien, Russland und Irak.

Marktmacht des Ölkartells könnte abnehmen

Der überraschende Verlust des langjährigen Mitglieds droht die Opec zu schwächen, die trotz interner Meinungsverschiedenheiten über Geopolitik oder Förderquoten meist um ein geschlossenes Auftreten bemüht war.

Analyst Jorge Leon von Rystad Energy erklärte, der Austritt des Landes werde sich möglicherweise nicht unmittelbar auf die Ölmärkte auswirken, solange die Lieferungen durch die Straße von Hormus weiterhin ausgesetzt seien. Der Austritt werfe aber "weitreichende Fragen hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Rolle Saudi-Arabiens als zentraler Stabilisator des Marktes auf". Die Fähigkeit der Opec, Versorgungsungleichgewichte auszugleichen, nehme ab. 

VAE-Austritt aus OPEC – Trump freut's

Für US-Präsident Donald Trump ist der Austritt der VAE dagegen ein Erfolg. Er hatte der Organisation vorgeworfen, den Rest der Welt durch künstlich überhöhte Ölpreise "auszunehmen". Trump hatte zudem die militärische Unterstützung der USA für die Golfstaaten mit den Ölpreisen verknüpft: Während die USA die Opec-Mitglieder verteidigten, nutzten diese die Situation durch hohe Preise aus.

VAE beklagen politische und militärische Schwäche der OPEC

Dem Austritt war scharfe Kritik der VAE an anderen arabischen Staaten vorausgegangen. Anwar Gargasch, diplomatischer Berater des Präsidenten der VAE, hatte am Montag auf dem "Gulf Influencers Forum" – einem Treffen regionaler Entscheidungsträger – das Vorgehen der arabischen Staaten und der Golfregion bemängelt. Die Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC) hätten einander zwar logistisch unterstützt, politisch und militärisch sei ihre Position jedoch "auf einem historischen Tiefpunkt" gewesen, sagte Gargasch. "Von der Arabischen Liga habe ich diese schwache Haltung erwartet und bin daher nicht überrascht, aber vom Kooperationsrat hätte ich sie nicht erwartet und bin darüber verwundert."

Die Opec-Produzenten am Golf haben wegen iranischer Drohungen und Angriffe auf Schiffe ohnehin bereits Schwierigkeiten, ihre Exporte durch die Straße von Hormus zu transportieren. Durch die schmale Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman wird normalerweise ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls und Flüssiggases verschifft.

Mit Informationen von AFP und Reuters

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