(Symbolbild) Zollbeamter im Einsatz.
 (Symbolbild) Zollbeamter im Einsatz.
Bild
(Symbolbild) Bei Ermittlungen wegen mutmaßlicher Bestechung im Baugewerbe haben Fahnder in Hessen und Bayern vier Menschen festgenommen.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Julian Stratenschulte
Schlagwörter
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Julian Stratenschulte
Audiobeitrag

(Symbolbild) Bei Ermittlungen wegen mutmaßlicher Bestechung im Baugewerbe haben Fahnder in Hessen und Bayern vier Menschen festgenommen.

Aktualisiert am
Audiobeitrag
Erschien zuerst am
>

Vier Festnahmen bei Razzia wegen Bestechung im Baugewerbe

Vier Festnahmen bei Razzia wegen Bestechung im Baugewerbe

Vier Festnahmen, 34 Durchsuchungen und ein Schaden von rund 12,5 Millionen Euro: Ermittler gehen in Hessen und Bayern gegen mutmaßliche Bestechung im Baugewerbe vor. Im Fokus stehen manipulierte Auftragsvergaben seit 2019.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Bei Durchsuchungen wegen mutmaßlicher Bestechung und Bestechlichkeit im Baugewerbe haben Ermittler in Hessen und Bayern vier Menschen festgenommen. Die Beschuldigten sollen durch Bestechungsgelder einen Schaden von rund 12,5 Millionen Euro verursacht haben, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte.

Insgesamt wird gegen 28 Beschuldigte ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, seit 2019 Bestechungsgelder für bevorzugte Auftragsvergaben im Baugewerbe erhalten oder gezahlt sowie Zahlungen verschleiert zu haben.

Bauleiter soll Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben

Bei den Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge um drei Bauleiter eines bundesweit tätigen Immobilienunternehmens sowie den Geschäftsführer eines Bauunternehmens. Die Bauleiter sollen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben. Dem Geschäftsführer werfen die Ermittler vor, Bestechungsgelder gezahlt zu haben. Gegen die vier Beschuldigten bestehe Flucht- und Verdunklungsgefahr. Sie sollen in Untersuchungshaft kommen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft standen insbesondere Auftragsvergaben im Baugewerbe im Fokus der Ermittlungen. Die Beschuldigten sollen Unternehmen bei der Vergabe von Bauaufträgen bevorzugt haben, nachdem zuvor Bestechungsgelder geflossen waren. Teilweise sollen auch Zahlungen verschleiert worden sein, um die Vorgänge zu verdecken.

Ermittler durchsuchten 34 Objekte

Im Rahmen der Ermittlungen wurden 34 Objekte im Rhein-Main-Gebiet sowie in Bayern durchsucht. Genaue Orte nannte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. An den Maßnahmen waren nach Behördenangaben rund 300 Einsatzkräfte sowie vier Bargeldspürhunde beteiligt. Ziel der Durchsuchungen war es demnach, Beweismittel sicherzustellen und Vermögenswerte zu beschlagnahmen.

Zudem wurden Immobilien und Fahrzeuge der Beschuldigten gepfändet. Bei den Durchsuchungen fanden die Ermittler Bargeld im fünfstelligen Bereich. Allein unter einer Matratze in der Wohnung eines Festgenommenen wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft 14.500 Euro entdeckt und sichergestellt.

Die Ermittlungen dauern an. Weitere Angaben zu möglichen weiteren Beschuldigten oder zu einzelnen Unternehmen machten die Behörden zunächst nicht.

Mit Informationen von dpa und AFP.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!