Die Bundesregierung hofft darauf, die Rüstungskooperation mit Kanada zum Nato-Gipfel mit dem Abschluss eines milliardenschweren U-Boot-Geschäfts deutlich vertiefen zu können. "Wenn es gelingt, dann wird das Kanada an uns für Jahrzehnte binden", hieß es einen Tag vor Beginn des Gipfels aus deutschen Regierungskreisen.
Auftrag geht laut Bericht nach Deutschland
Die kanadische Zeitung "The Globe and Mail" berichtete unter Berufung auf Kreise, Kanadas Regierung werde den Auftrag nach Deutschland vergeben. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Der kanadische Premierminister Mark Carney hatte für den späten Abend deutscher Zeit angekündigt, sich in Halifax vor seiner Abreise zum Gipfel zur Verteidigungspolitik seines Landes zu äußern.
Aus deutschen Regierungskreisen hieß es zu dem erwünschten U-Boot-Deal: "Das wäre ein sehr guter Startpunkt für eine strategische Zusammenarbeit." Und es wäre "ein sehr gutes Signal", wenn eine solche Entscheidung "im Kontext" des Nato-Gipfels kommuniziert würde. Das Spitzentreffen beginnt am Dienstag in der türkischen Hauptstadt Ankara.
12 U-Boote für rund 62 Milliarden Euro
Kanada plant den Kauf von bis zu zwölf U-Booten. Der Kieler Marineschiffbauer TKMS konkurriert mit der südkoreanischen Werft Hanwha Ocean um den Milliardenauftrag. Zum genauen Volumen machen weder Kanada noch TKMS Angaben. Nach Berichten kanadischer Medien könnte es inklusive Wartung und Betrieb für die nächsten Jahrzehnte um rund 100 Milliarden kanadische Dollar (rund 62 Mrd. Euro) gehen.
Mit Informationen von dpa
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