Das Dorf Aliki an der Südküste von Paros - die Flammen bewegen sich in Richtung Strand
Das Dorf Aliki an der Südküste von Paros - die Flammen bewegen sich in Richtung Strand
Bild
Auf der bei Urlaubern beliebten griechischen Ägäis-Insel Paros kämpfen Feuerwehrleute gegen einen großen Waldbrand.
Bildrechte: Olivia Spurling via Facebook
Schlagwörter
Bildrechte: Olivia Spurling via Facebook
Audiobeitrag

Auf der bei Urlaubern beliebten griechischen Ägäis-Insel Paros kämpfen Feuerwehrleute gegen einen großen Waldbrand.

Aktualisiert am
Audiobeitrag
Erschien zuerst am
>

Waldbrände auf Paros: Bewohner flüchten an Strände

Waldbrände auf Paros: Bewohner flüchten an Strände

Nach einer Horrornacht können die Menschen auf der griechischen Urlaubsinsel Paros aufatmen. Der Waldbrand scheint unter Kontrolle. Vollständige Entwarnung gibt es aber noch nicht. Auch in Frankreich und Spanien ist die Gefahr noch nicht gebannt.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Noch gibt es keine vollständige Entwarnung - jedoch scheint es so, als sei der Waldbrand auf der griechischen Urlaubsinsel Paros mittlerweile unter Kontrolle. Die Lage habe sich deutlich verbessert, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem Nachrichtensender ERTNews. Zuvor hatten die Einsatzkräfte stundenlang gegen die Flammen gekämpft, mehrere Ortschaften waren vorsorglich evakuiert worden. Bewohner sollten laut Medienberichten auf Geheiß der Rettungskräfte an die Strände flüchten.

Mittlerweile gebe es praktisch keine aktive Feuerfront mehr, doch verbleibende kleine Brandherde müssten wegen der starken Winde in der Region weiterhin überwacht werden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Starker Wind erschwert Löscharbeiten

Seit Dienstag ist die Feuerwehr auf der Kykladen-Insel laut der Zeitung "Proto Thema" mit Dutzenden Kräften im Dauereinsatz und forderte Unterstützung von umliegenden Inseln wie Naxos und Syros sowie vom Festland an. Insbesondere die Ortschaft Agkairia sei von den Flammen bedroht, hieß es. Flüge mit Löschflugzeugen und Helikoptern wurden demnach über Nacht unterbrochen, wurden bei Tagesanbruch aber wieder aufgenommen. Erschwert würden die Löscharbeiten durch kräftigen Wind, der Meteorologen zufolge heute noch stärker werden dürfte.

Bisher ist Griechenland in diesem Jahr weitgehend von Hitzewellen verschont geblieben. In den vergangenen Jahren gab es solche Wellen dagegen – und sie hielten teils wochenlang an. Dürre und starke Winde schafften dann perfekte Bedingungen für schlimme Waldbrände.

Hohe Waldbrandgefahr in mehreren Regionen Griechenlands

Laut der Zeitung "Kathimerini" herrscht aktuell in mehreren Landesteilen hohe Waldbrandgefahr. So sei die Feuerwehr am Dienstag auch zu Feuerherden in der nordöstlichen Region Evros ausgerückt. Auf Kreta und den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Ikaria und Psara gelte inzwischen Warnstufe vier von fünf. In der Hauptstadtregion Athen und im nordöstlichen Teil der Halbinsel Peloponnes gilt demnach Warnstufe drei.

Neue Hitzewelle lässt Waldbrände in Südfrankreich weiter auflodern

In Südfrankreich geht der Kampf gegen die Flammen indes weiter: Bei Bordeaux sind zuletzt auch eigentlich gelöschte Nester wieder aufgeflammt. Immer wieder wurden auch bis in die Nacht hinein aus verschiedenen Orten neu aufflammende Brände gemeldet, die vor dem dunklen Himmel bedrohlich in den Himmel loderten. In den vergangenen Stunden hat es nach Behördenangaben 14 Neuausbrüche der Feuer gegeben.

Mit Start einer neuen Hitzewelle am heutigen Mittwoch mit Temperaturen bis zu 40 Grad fürchten die Einsatzkräfte, dass große Trockenheit und Wind den zwischenzeitlich eingedämmten Brand wieder unkontrolliert auflodern lassen. Der Wetterdienst Météo France warnte vor einem Anstieg des Waldbrandrisikos.

Zum Video: Löschkräfte in Südfrankreich kämpfen weiter gegen Flammen

Löschkräfte im Südwesten Frankreichs
Bildrechte: Bayerischer Rundfunk 2026
Videobeitrag

Bei zunehmender Hitze kämpfen Löschkräfte im Südwesten Frankreichs weiter gegen den riesigen Waldbrand nahe Bordeaux.

Erste Erfolge in Spanien: "Licht am Ende des Tunnels"

In Spanien feiern die Einsatzkräfte bei der Bekämpfung mehrerer verheerender Waldbrände dagegen erhebliche Erfolge. "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels", sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez nach einer Sitzung des Krisenstabs in Madrid am Dienstagabend. Nach fast einer Woche kehren Zehntausende rund um Madrid in ihre Häuser zurück. Die Behörden hoben Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen für 19 Ortschaften auf, wie das Innenministerium mitteilte.

Spaniens Rettungskräfte fürchten neue Hitzewelle

Dabei entwickeln die Löscharbeiten sich zu einem Rennen gegen die Uhr, denn der Wetterdienst Aemet hat für den heutigen Mittwoch den Beginn der vierten Hitzewelle des Sommers im beliebten Urlaubsland angekündigt. Diese soll mindestens bis Sonntag anhalten. Temperaturen von bis zu 42 Grad sowie eine sinkende Luftfeuchtigkeit könnten die Arbeiten deutlich erschweren.

Die Waldbrände treffen vor allem die Provinz Ávila westlich von Madrid sowie die benachbarten Regionen Madrid und Toledo. Dort verwüsteten die Flammen zusammen bisher knapp 80.000 Hektar Wald- und Buschland. Seit dem Wochenende hat sich die Ausbreitung der Brände allerdings deutlich verlangsamt. 

Zum Audio: In Südfrankreich geht der Kampf gegen die Flammen weiter

28.07.2026: Einsatzkräfte in Gironde
Bildrechte: REUTERS/Florion Goga
Audiobeitrag

28.07.2026: Einsatzkräfte in Gironde

Mit Information von dpa

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!