Symbolbild: Hundegassi in einer Stadt
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Symbolbild: Hundegassi in einer Stadt
Bildrechte: picture alliance / photothek | Florian Gaertner
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Bäume schützen – Wiener sollen beim Gassigang Urin wegspülen

Bäume schützen – Wiener sollen beim Gassigang Urin wegspülen

Rund 600 Hunde leben im Wiener Bezirk Neubau. Damit ihre Spaziergänge die Bäume nicht schädigen, ruft das Projekt "Schönes Gassi" dazu auf, bei Hunde-Urin mit Wasser nachzuspülen. Gratis-Wasserflaschen gibt's beim Bezirksamt.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Wer mit seinem Hund im Wiener Bezirk Neubau spazieren geht, soll künftig nicht nur an die Tüte für das Häufchen denken, sondern auch an eine Wasserflasche. So zumindest der Wunsch der Initiatoren. Mit dem Projekt "Schönes Gassi" will der dicht besiedelte Stadtteil seine Bäume besser vor Hunde-Urin schützen.

Ab Montag können Hundehalterinnen und Hundehalter beim Bezirksamt kostenlos spezielle Wasserflaschen abholen. Die Idee: Die Hundebesitzer können diese beim Gassigehen mitführen und freiwillig Urin der Tiere direkt nach dem Wasserlassen verdünnen. Im Bezirk Neubau leben den Angaben zufolge rund 600 Hunde.

Aktion Schutz der Stadtbäume

Hintergrund der Aktion ist der Schutz der Stadtbäume. Nach Angaben der Initiatorinnen kann Hunde-Urin die Baumrinde schädigen, die natürliche Schutzschicht angreifen und dadurch das Eindringen von Krankheitserregern oder Pilzen begünstigen. Langfristig könne dies zu Fäulnis führen und die Standfestigkeit der Bäume beeinträchtigen.

Gerade in dicht bebauten Stadtgebieten seien Bäume wichtig für Schatten, Kühlung und ein angenehmes Mikroklima. Im Bezirk Neubau wurden in den vergangenen zehn Jahren rund 200 neue Bäume gepflanzt. Nach Ansicht der Verantwortlichen soll deshalb jeder einzelne Baum möglichst gut geschützt werden.

Ähnliche Maßnahmen in Spanien, Italien, Schweiz und Japan

Das Konzept ist nicht neu. Ähnliche Maßnahmen werden bereits in Spanien, Italien, der Schweiz und Japan praktiziert. Dabei nehmen Hundebesitzer eine kleine Flasche mit Leitungswasser mit und spülen die betreffende Stelle nach dem Urinieren ihres Hundes ab. Da frischer Urin gut wasserlöslich sei, lasse sich die Konzentration von Ammoniak und anderen schädlichen Stoffen dadurch deutlich reduzieren.

Mit dem Pilotprojekt setzt der Bezirk Neubau auf freiwillige Mitarbeit der Hundehalter. Ob die Aktion zum Vorbild für andere Wiener Bezirke wird, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.

Mit Informationen von AFP

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