Ein Rettungswagen ist im Winter in Bayern unterwegs.
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Bei Rosenheim sind am Wochenende drei Menschen auf der A93 verletzt worden, als ihr Fahrzeug auf schneebedeckter Straße ins Schleudern geriet.
Bildrechte: BR/Johanna Schlüter
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Bei Rosenheim sind am Wochenende drei Menschen auf der A93 verletzt worden, als ihr Fahrzeug auf schneebedeckter Straße ins Schleudern geriet.

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Winter-Wetter sorgt für zahlreiche Unfälle in Bayern

Winter-Wetter sorgt für zahlreiche Unfälle in Bayern

In Bayern hat der Winter an diesem Wochenende nochmal Einzug gehalten: Vielerorts gab es Schnee und Eis. Auf den teils rutschigen Straßen kam es in Oberbayern zu mehreren Verkehrsunfällen. Das Winterwetter hält derweil noch weiter an.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Schneeglatte Fahrbahnen sind an diesem Wochenende zahlreichen Autofahrern zum Verhängnis geworden. Die Polizei in Oberbayern verzeichnete gleich mehrere Verkehrsunfälle. Meist blieb es bei Blechschäden. Auf der A93 bei Reischenhart im Landkreis Rosenheim wurden jedoch drei Menschen leicht verletzt.

Pkw bricht bei Spurwechsel aus

Nach Angaben der Polizei geriet ein Autofahrer am frühen Morgen ins Schleudern, als er beim Fahrstreifenwechsel in eine Schneeanhäufung fuhr. Der Wagen kam quer auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. In der Folge kollidierten zwei weitere Fahrzeuge. Drei Insassen wurden leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen eine beteiligte Autofahrerin wird wegen des Verdachts auf Alkohol- und Cannabis-Konsum ermittelt. An den drei Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von rund 40.000 Euro. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Kufstein für etwa eineinhalb Stunden komplett gesperrt werden.

Sachschäden bei weiteren Unfällen in Oberbayern

Auch im Landkreis Altötting waren die winterlichen Straßenverhältnisse Ursache für einen Unfall. Ein 20 Jahre alter Mann kam dort von der Fahrbahn ab und prallte schließlich in einem Graben gegen einen Baum. Die vier Insassen blieben unverletzt. Ein Straßenschild wurde beschädigt, es entstand ein Gesamtschaden von rund 10.000 Euro.

Weitere witterungsbedingte Unfälle meldeten Polizeiinspektionen aus den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und Rosenheim. Verletzt wurde dort niemand. Die Fahrzeuge mussten zum Teil abgeschleppt werden. Die Schäden reichen von wenigen hundert bis zu mehr als 15.000 Euro.

Niederschläge lassen am Sonntag vorerst nach – Achtung vor Glätte!

Besondere Vorsicht sollten Autofahrer auch in den kommenden Tagen walten lassen, denn Schnee und Eis begleiten die Menschen in Bayern vorerst noch. Reste des Tiefdruckgebietes Viviana über der Adria lassen es am Sonntag im südlichen Freistaat zunächst weiter schneien, doch die vielen Wolken ziehen ab. Ansonsten sorgt Hochdruckgebiet Felix über der Ostsee für meist trockenes und recht freundliches Wetter mit etwas Sonnenschein. Besonders in Franken sowie an den Alpen kann die Bewölkung auch mal auflockern.

Die Höchstwerte reichen von –3 Grad im Fichtelgebirge bis +4 Grad am Untermain.

Neuer Schnee und Frost zum Montag erwartet

In der Nacht zum Montag endet dieser Zwischenhocheinfluss aber auch schon wieder und die Wolken werden rasch wieder dichter. Von Westen her sorgt Tief Wally dann erst für neue Schneefälle. Meist werden dabei Mengen zwischen 1 und 5 Zentimetern, in Staulagen der Alpen sowie der Mittelgebirge stellenweise um 10 Zentimeter Neuschnee erwartet.

In der zweiten Nachthälfte geht der Schnee mit einfließender Warmluft besonders in Schwaben, Oberbayern und in Teilen Frankens wieder in Regen über. Es dürfte verbreitet glatt werden bei Tiefsttemperaturen zwischen –1 Grad am Bodensee und –7 Grad im Bayerischen Wald. Es besteht Glatteisgefahr.

Auch in der kommenden Woche kann es weiß werden

Zum Faschingsendspurt in Bayern vor dem Aschermittwoch sollten Närrinnen und Narren unbedingt daran denken, einen Schirm mitzunehmen. Der Rosenmontag zeigt sich oft bedeckt, nur stellenweise lockert es auf. Dabei sind immer wieder zum Teil kräftige Regen-, Schnee- oder Graupelschauer möglich, örtlich auch mit Blitz und Donner. Es bleibt windig.

Am Faschingsdienstag soll es laut DWD überwiegend bewölkt in Bayern werden. Zudem muss immer wieder mit Regenschauern gerechnet werden, ab 400 Metern kann es auch Schneefall geben. Der Aschermittwoch bringt dann weitere Schneefälle, die im Verlauf durch zunehmenden Hochdruckeinfluss von Westen her langsam nachlassen. Die Temperaturen sinken auf +2 bis –7 Grad, die Höchstwerte liegen bei 0 bis 8 Grad.

In den Mittelgebirgen freundlich, in den Alpen oft trüb

In den Kammlagen der Mittelgebirge können Wintersportler auf gebietsweise freundliche Abschnitte hoffen. Dort steigen die Höchsttemperaturen auf –3 und –1 Grad. Die Alpengipfel sind dagegen meist in dichte Wolken gehüllt, hier in 2.000 Metern Höhe um –9 Grad. Auf den Alpengipfeln weht schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

Hochwasser in Bayern bisher keine Gefahr

Beim Hochwasser in Bayern deutet sich derweil Entspannung an. Warnungen vor Ausuferungen und Überschwemmungen gab es am Sonntag für Bereiche in Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie der Oberpfalz. Am Main zeigt sich leichtes Hochwasser etwa im Bereich Kemmern bei Bamberg sowie in Würzburg. Hier wurde Stufe 1 des vierstufigen Meldesystems registriert – das bedeutet, dass es zu kleineren Ausuferungen kommt.

Bayernkarte: Hochwasserwarnungen des LfU

Kleinere Ausuferungen im Norden dürften zurückgehen

Die Hochwasserlage nördlich der Donau werde sich zunächst weiter entspannen, hieß es im Hochwasserlagebericht. Allerdings könne sich das mit den erwarteten Niederschlägen Anfang der Woche wieder ändern.

Mit Informationen von dpa.

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