Der Wirtschaftsnobelpreis geht in diesem Jahr an die US-Ökonomen Michael Woodford und Robert E. Hall.
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Gegen Auf und Ab der Wirtschaft: Nobelpreis für US-Forscher

Gegen Auf und Ab der Wirtschaft: Nobelpreis für US-Forscher

Der Wirtschaftsnobelpreis geht in diesem Jahr an die US-Ökonomen Michael Woodford und Robert E. Hall. Das hat die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt gegeben.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an die beiden US-Forscher Robert E. Hall und Michael Woodford. Sie werden für "die mikroökonomischen Grundlagen der makroökonomischen Stabilisierung" ausgezeichnet. Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt.

Forscher freut sich über Auszeichnung: "Fühlt sich sehr gut an"

Die beiden Forscher haben untersucht, warum Volkswirtschaften schwanken, warum sie manchmal schnell wachsen und dann wieder in Schwierigkeiten geraten. Dafür entwickelten sie Modelle, die bei den Entscheidungen von Menschen und Unternehmen ansetzen: Wie viel geben Familien aus, wie viel sparen sie? Wann ändern Firmen ihre Preise? Auch die Erwartungen an die Zukunft spielen eine wichtige Rolle.

Ihre Forschung hilft Regierungen und Zentralbanken, die Wirtschafts- und Geldpolitik besser zu planen, etwa bei Zinsen und staatlichen Ausgaben. So können sie versuchen, Krisen abzumildern, Arbeitsplätze zu schützen und starke Preisanstiege zu verhindern.

Hall von der Stanford University wurde 1943 geboren, Woodford, Jahrgang 1955, unterrichtet an der Columbia University in New York. Woodford nannte die Auszeichnung eine enorme Ehre. "Es ist eine große Überraschung, aber es fühlt sich sehr gut an", sagte der Forscher, der bei der Verkündung telefonisch zugeschaltet war.

Wirtschafts-Nobelpreis nachträglich gestiftet

Der Preis für Wirtschaftswissenschaften wird traditionell am Montag nach den anderen Nobelpreisen bekanntgegeben. Er geht als einziger der Preise nicht auf das Testament des schwedischen Industriellen und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel (1833–1896) zurück. Der Wirtschaftspreis wurde 1968 nachträglich gestiftet und 1969 erstmals vergeben. Deshalb nennt die Nobel-Stiftung ihn nicht offiziell Nobelpreis, sondern Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel. Wie die anderen Auszeichnungen wird er am 10. Dezember, dem Todestag Nobels, verliehen – und zwar in der schwedischen Hauptstadt Stockholm.

Etwa eine Million Euro Preisgeld

In der vergangenen Woche waren bereits Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden verkündet worden. Unter den drei Medizin-Preisträgern sind mit Peter Hegemann und Georg Nagel diesmal zwei deutsche Forscher. Die berühmte Auszeichnung für Literatur ging in diesem Jahr an die kanadische Dichterin, Übersetzerin und Essayistin Anne Carson. Den Friedensnobelpreis bekam die südafrikanische Spitzenjuristin Navanethem Pillay für ihren Einsatz gegen Völkermord und für Menschenrechte.

2025 ging der prestigeträchtige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften zur einen Hälfte an den israelisch-amerikanischen Wirtschaftshistoriker Joel Mokyr, zur anderen Hälfte an den Franzosen Philippe Aghion und den Kanadier Peter Howitt. Sie wurden für ihre Forschung zum stetigen Wachstum von Volkswirtschaften ausgezeichnet.

Dotiert ist der Preis in diesem Jahr wie die anderen Auszeichnungen auch mit zwölf Millionen schwedischen Kronen – das entspricht etwas mehr als einer Million Euro.

Mit Informationen von dpa, Reuters

Im Video: Wirtschaftswissenschaften - Nobelpreis für US-Forscher

12.10.2026, Schweden, Stockholm: Porträts von Robert E. Hall und Michael Woodford werden auf der Leinwand gezeigt, als sie am 12. Oktober 2026, in der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm, Schweden, als Preisträger des von der Sveriges Riksbank gestifteten Preises für Wirtschaftswissenschaften zum Gedenken an Alfred Nobel bekannt gegeben werden.
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Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften: Robert E. Hall und Michael Woodford wurden für ihre Arbeit ausgezeichnet.

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