Ein Großvater und seine Enkelin gehen spazieren (Archiv- und Symbolbild)
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Zehn Euro monatlich für Kinder: Weg frei für neue Frühstartrente

Zehn Euro monatlich für Kinder: Weg frei für neue Frühstartrente

Eine staatlich geförderte private Altersvorsorge bereits im Kindesalter – das sieht die sogenannte Frühstartrente vor. Die Koalition von Union und SPD hat sich jetzt auf das Vorhaben verständigt. Was genau geplant ist.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Die Koalitionsfraktionen von Union und SPD haben die Einführung einer Frühstartrente vereinbart. Der Finanzausschuss beschloss mit den Stimmen der Koalition einen entsprechenden Entwurf, der am Freitag vom Bundestag verabschiedet werden soll. Auch der Bundesrat muss zustimmen. Kinder sollen künftig Geld vom Staat bekommen, um Vermögen fürs Alter aufzubauen. 

Fritz Güntzler, finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sprach von einem wichtigen Baustein in der Reform der Altersvorsorge. "Wir wollen junge Menschen sehr früh an den Kapitalmarkt heranführen." Der SPD-Finanzpolitiker Michael Thews sagte, jedes Kind solle eine Chance bekommen, früh anzufangen, um langfristig eine Altersvorsorge aufzubauen.

Zehn Euro monatlich bis zum 18. Lebensjahr

Die Finanzpolitiker sehen die geräuschlose Einigung auch als Beweis für die gute Zusammenarbeit in der Koalition – in der es an anderen Stellen hakt, etwa bei der geplanten Rentenreform.

Konkret soll der Bund für jedes Kind, das sechs Jahre alt wird, bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro in ein Altersvorsorgedepot einzahlen. Die Frühstartrente soll eine Art Startkapital für die Altersvorsorge sein. Das Geld soll in einen individuellen, kapitalgedeckten Altersvorsorgedepot-Vertrag eingezahlt werden, wenn ein solcher Vertrag von den Eltern abgeschlossen worden ist. 

Vermögensaufbau durch Zinseszinseffekt

Besonders wichtig sei, dass alle Kinder von der Förderung profitierten, auch wenn ihre Eltern keinen privaten Vertrag abschließen. In diesem Fall fließe das Geld in eine Kollektiv-Anlage bei der Bundesbank und könne später abgerufen werden.

Allein durch den Zinseszinseffekt könne aus der staatlichen Förderung bis zum Renteneintritt ein Betrag von mehr als 50.000 Euro werden, hieß es. Eltern sollen das Depot durch freiwillige Zahlungen aufstocken können.

Frühstartrente: Diese Kinder sollen profitieren

Die Frühstartrente soll laut Gesetzentwurf mit dem Geburtsjahrgang der im Jahr 2026 Sechsjährigen starten, also mit dem Geburtsjahrgang 2020. Ab 2027 wird jährlich der Geburtsjahrgang der im jeweiligen Kalenderjahr Sechsjährigen einbezogen.

Im parlamentarischen Verfahren gab es keine grundlegenden Änderungen mehr am Gesetzentwurf der Bundesregierung, sondern noch einige Klarstellungen, wie die Finanzpolitiker sagten. So wird nun festgelegt, dass das Geld ausschließlich in breit diversifizierte globale Aktien oder Aktienfonds anzulegen ist.

Mit Informationen von dpa und Reuters

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