(Symbolbild) Eine Mücke sticht auf einem Stück Haut zu.
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(Symbolbild) Mehrere Beschäftigte am Frankfurter Flughafen haben sich mit Malaria infiziert. Zwei von ihnen starben an den Folgen der Infektion.
Bildrechte: picture alliance / NurPhoto | Soumyabrata Roy
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(Symbolbild) Mehrere Beschäftigte am Frankfurter Flughafen haben sich mit Malaria infiziert. Zwei von ihnen starben an den Folgen der Infektion.

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Zwei Tote durch Malaria am Frankfurter Flughafen

Zwei Tote durch Malaria am Frankfurter Flughafen

Malaria tritt überwiegend in den Tropen auf. Trotzdem sind in diesem Sommer zwei Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens daran gestorben. Angesteckt hatten sie sich wohl bei der Arbeit. Experten untersuchen nun Mücken am Frankfurter Flughafen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

An den Folgen einer Malaria-Erkrankung sind zwei Beschäftigte am Frankfurter Flughafen gestorben. Der erste Todesfall ereignete sich schon Anfang Juli, wie das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt mitteilte. Die Ursache sei jedoch erst nach dem Tod des Patienten festgestellt worden. Der zweite Todesfall war im August und wurde am Mittwoch vom Flughafenbetreiber Fraport bekanntgegeben.

Malaria tropica: Sechs Infizierte - zwei von ihnen starben

Ursache der Infektionen sollen Mücken aus einem Malariagebiet sein, die mutmaßlich mit dem Flugzeug nach Deutschland kamen.

Das Frankfurter Gesundheitsamt teilte mit, dass insgesamt sechs Beschäftigte betroffen waren, die sich im Rahmen ihrer Arbeit mit Malaria tropica angesteckt hatten – der gefährlichsten Variante der Krankheit. Den anderen vier Infizierten geht es nach Angaben der Behörde mittlerweile wieder gut, alle seien behandelt worden.

Flughafen: Kein weiteres Gesundheitsrisiko für Bevölkerung

Mitte Juli hatte das Robert Koch-Institut (RKI) zunächst einen Ausbruch von insgesamt vier Malaria-Erkrankungen bei Flughafen-Beschäftigten bestätigt. "Die betroffenen Personen erkrankten zwischen dem 4. und 6. Juli 2026", schreibt das RKI in seinem "Epidemiologischen Bulletin". "Es wird davon ausgegangen, dass die Infektion durch eine mit dem Flugzeug importierte infizierte Anophelesmücke übertragen wurde."

Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport wurden Mückenfallen aufgestellt und auch Mücken gefangen. Diese würden nun in einem Labor untersucht, sagte der Sprecher."Wahrscheinlich ist die Mücke schon tot", sagte der Leiter des Gesundheitsamtes Frankfurt, Peter Tinnemann. "Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das von Mensch zu Mensch ausweitet, ist nicht gegeben. Das Risiko für die Frankfurter Bevölkerung ist vernachlässigbar.

Flughafen-Malaria: Besonders gefährlich für Risikogruppen

Malaria ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes eine lebensbedrohliche Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. "Besonders bei Risikogruppen kann die Krankheit zu Koma und Tod führen. Schutz vor Mückenstichen und die Einnahme von vorbeugenden Medikamenten können die Erkrankung verhindern."

Das RKI schreibt, die "sehr seltene" Flughafen-Malaria entstehe, wenn eine infektiöse Mücke im Flugzeug oder Gepäck importiert werde. Die Infektion erfolge dann im Flugzeug, am Flughafen oder in dessen unmittelbarer Umgebung.

Malaria-Infektion "gut behandelbar" - wenn bekannt

Der letzte solche Fall sei 2023 ebenfalls am Frankfurter Flughafen dokumentiert worden, schreibt das Institut. "Ärztinnen und Ärzte, die Personen betreuen, die an Flughäfen mit interkontinentalen Flugverbindungen (Passagier- und Frachtflüge) arbeiten oder sich in ihrer unmittelbaren Nähe aufhalten, sollten vor allem im Sommer bei unklarem Fieber und fehlender Reiseanamnese" auch eine seltene Flughafen-Malaria in Betracht ziehen.

Auch die Ärztin vom Gesundheitsamt Frankfurt, Regina Ellwanger Berry, betonte, Flughafen-Malaria sei so selten, dass sie nicht zu den üblichen Differentialdiagnosen von Ärzten bei Personen ohne Reiseanamnese zähle. "Malaria ist gut behandelbar, wenn man weiß, dass es sich um die Malaria handelt."

Mit Informationen von dpa

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