16.08.2026, Ungarn, Mezőkeresztes: Rettungskräfte sind am Unfallort im Einsatz, nachdem ein Personenbus auf einer Autobahn zwischen Mezokeresztes und Mezonagymihaly von der Fahrbahn abgekommen und in einem Graben umgekippt war. Foto: Zoltan Mathe/MTI/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
16.08.2026, Ungarn, Mezőkeresztes: Rettungskräfte sind am Unfallort im Einsatz, nachdem ein Personenbus auf einer Autobahn zwischen Mezokeresztes und Mezonagymihaly von der Fahrbahn abgekommen und in einem Graben umgekippt war. Foto: Zoltan Mathe/MTI/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Busunfall in Ungarn
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Zwölf Pilger bei Busunglück in Ungarn gestorben

Zwölf Pilger bei Busunglück in Ungarn gestorben

Zwölf Menschen sind bei einem Busunglück in Ungarn ums Leben gekommen, mehrere wurden schwer verletzt. Der Bus mit einer Pilgergruppe kam auf der Autobahn von der Fahrbahn ab und stürzte in einen Graben. Laut Polizei war der Fahrer eingeschlafen.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

In Ungarn sind offiziellen Angaben zufolge in der Nacht zwölf Pilger bei einem Busunglück gestorben. Mindestens zehn weitere Menschen seien schwer verletzt worden, teilte Regierungschef Péter Magyar am Sonntag bei Facebook mit. Der Bus mit polnischem Kennzeichen sei auf der Autobahn umgekippt.

Polizei: Busfahrer eingeschlafen

Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 1.00 Uhr morgens. Der Bus war auf der Autobahn M3 bei Mezőkeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest, von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben gestürzt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Fahrer bei der Fahrt in der Nacht zum Sonntag am Lenkrad eingeschlafen. Die Behörde nahm ihn anschließend fest.

Pilgergruppe im Bus

Die Behörden der polnischen Woiwodschaft Karpatenvorland teilten nach Angaben der Agentur PAP mit, dass es sich um eine Pilgergruppe aus der Region gehandelt habe. In dem Bus befanden sich polnischen Angaben zufolge Pilger auf dem Rückweg aus dem katholischen Marienwallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina. An Bord befanden sich 59 Menschen – 57 Passagiere und zwei Busfahrer.

Elf Menschen starben an der Unfallstelle, ein weiterer später im Krankenhaus. Zehn Menschen wurden schwer, die übrigen 37 Insassen leicht verletzt. 14 Rettungswagen waren im Einsatz. Bilder ungarischer Medien zeigten Kräne, mit denen das Wrack aus dem Straßengraben gehoben wurde.

Ungarn und Polen erschüttert

Regierungschef Magyar sprach den Familien der Toten sein Beileid aus. Er dankte außerdem den Einsatz- und Rettungskräften am Unfallort. Es war der schwerste Unfall in Ungarn seit 2003, als ein Zug an einem Bahnübergang in einen deutschen Reisebus raste. Damals waren 33 Menschen gestorben.

Der polnische Präsident Karol Nawrocki zeigte sich erschüttert. "Im Angesicht dieser unvorstellbaren Tragödie, die uns alle berührt, bin ich im Gebet und tiefstem Mitgefühl mit den Familien und Nächsten der Opfer verbunden", schrieb der 43-Jährige bei X.

Auch die polnischen Bischöfe drückten ihre Trauer über den Vorfall aus. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Tadeusz Wojda, teilte mit, er bete für das ewige Leben der tragisch gestorbenen Unfallopfer und die Genesung der Verletzten.

Mit Informationen von AFP, KNA und dpa

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