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Cybersicherheit: Diese Tipps helfen
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Neue KI schürt Cyberangst – so schützen Sie sich wirklich

Neue KI schürt Cyberangst – so schützen Sie sich wirklich

Was tun, wenn KIs spätestens mit Claude Mythos jede Datenlücke erkennen – und das auch von Kriminellen ausgenutzt werden könnte? Das können Sie jetzt tun.

Über dieses Thema berichtet: Der KI-Podcast am .

Es ist ein Modell, das zu gut und zu mächtig ist, so dass es unverantwortlich wäre, es zu veröffentlichen – zumindest sagt das Anthropic selbst über Claude Mythos (externer Link). Ihr Modell sei besonders gut darin, versteckte Sicherheitslücken in Software zu identifizieren. Das macht das Tool zu einem Risiko für die Cybersicherheit.

Mehrere Cybersicherheitsforscher, denen Zugang zur "Claude Mythos Preview" gewährt wurde, haben sich das Modell angeschaut und es ebenfalls als gefährlich eingestuft. Vielleicht sind die Experten übervorsichtig. Doch die Richtung stimmt: Cyberangriffe werden intelligenter – und der Schutz muss mithalten.

Vier typische Irrtümer

Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) weist darauf hin (externer Link), dass viele Menschen ihre digitale Sicherheit falsch einschätzen. Diese Denkfehler sind demnach besonders verbreitet:

  1. "Meine Firewall schützt mich vollständig": Nur mit korrekter Konfiguration bietet sie Schutz vor Angriffen im Netz. Sobald ein unbekanntes Programm Zugriff auf das Internet will, sollten Nutzer das kritisch prüfen.
  2. "Mein Virenschutz reicht aus": Neue Schadsoftware wird oft erst erkannt, wenn sie bereits im Umlauf ist. Deswegen sollten Softwareupdates schnell installiert werden, bevor es zu spät ist.
  3. "Ein starkes Passwort genügt": Auch bei starken Passwörtern besteht ein Restrisiko, dass es gestohlen wird. Wer außerdem ein Passwort mehrfach nutzt, gefährdet mehrere Konten gleichzeitig.
  4. "Ich besuche nur sichere Websites": Auch seriöse Seiten können Schadsoftware enthalten und verbreiten, zum Beispiel über Werbung oder versteckte Downloads.

So schützen Sie sich im Alltag

KI macht Cyberangriffe effizienter. Phishing-Mails werden oft fehlerfrei formuliert, sodass sie kaum von echten Nachrichten zu unterscheiden sind. In solchen Momenten kommt es auf das eigene Verhalten an:

  • Keine Links in E-Mails öffnen, lieber die Webseite direkt aufrufen
  • Unterschiedliche E-Mailadressen für wichtige und unwichtige Accounts nutzen
  • Persönliche Daten nur sparsam weitergeben
  • Bei außergewöhnlichen Anrufen und Nachrichten misstrauisch bleiben
  • Nicht mehr genutzte Accounts löschen
  • Antworten in Sicherheitsfragen variieren

🎧 Wie verändert KI unser Leben? Und welche KI-Programme sind in meinem Alltag wirklich wichtig? Antworten auf diese und weitere Fragen diskutieren Gregor Schmalzried, Marie Kilg und Fritz Espenlaub jede Woche in "Der KI-Podcast" – dem Podcast von BR24 und SWR.

So schützen Sie sich langfristig

Auch auf technischer Ebene gibt es einfache Hebel, um Datenklau und anderen Cyberangriffen vorzubeugen. Einmal eingerichtet, können diese Basics mehr Sicherheit bieten:

  • Für jeden Dienst ein eigenes Passwort oder Passwortmanager nutzen
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren
  • Updates automatisch installieren
  • Öffentliche WLANs meiden oder VPN nutzen
  • Wenn möglich, FaceID oder Fingerabdruck einrichten

Am Ende zeigt der Wirbel um Claude Mythos vor allem eines: Die Technik entwickelt sich rasant weiter, während die grundlegenden Regeln dieselben bleiben. Auch wenn KI digitale Angriffe raffinierter macht, nutzen sie oft bekannte Schwachstellen: unsichere Passwörter, unachtsame Klicks oder aufgeschobene Updates. Wer seine Zugänge absichert, bewusst mit seinen Daten umgeht und typische Fehler meidet, kann so das Risiko reduzieren.

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