So zieht man vom einen KI-Chatbot zum nächsten um
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So zieht man vom einen KI-Chatbot zum nächsten um
Bildrechte: picture alliance / NurPhoto | Samuel Boivin
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So zieht man vom einen KI-Chatbot zum nächsten um

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Es gibt mehr als ChatGPT: Der Markt der KI-Chatbots wird gerade immer größer. Wer von einem Anbieter zu einem anderen wechseln möchte, kann das auch verhältnismäßig einfach tun. Wie sorgt man dafür, dass das Wissen aus zahlreichen Chats mit umzieht?

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Der Markt für KI-Chatbots wird immer komplizierter. Neben dem Platzhirsch ChatGPT gewinnen auch die Konkurrenten Claude von Anthropic und Gemini und Google immer mehr User für sich. Dazu kommen weitere, immer spezialisiertere Angebote wie Grok von xAI und die europäische Alternative Mistral.

Das bedeutet auch, dass es immer mehr Gründe gibt, sich für oder gegen einen Anbieter zu entscheiden. Bestimmte Funktionen wie die Bildgenerierung in ChatGPT, die Coding-Fähigkeiten von Claude oder die europäische Datenverarbeitung von Mistral können bei der Wahl eine Rolle spielen. Auch politische Faktoren werden immer wieder relevant: Anfang des Jahres rief die Kampagne "QuitGPT" zum Boykott von ChatGPT auf, wegen indirekter Verbindungen von OpenAI zur Trump-Regierung.

Wie schwer ist das Wechseln?

Die gute Nachricht: Wechseln ist relativ leicht. Ein Account ist im Nu gekündigt, ein neuer ebenso schnell angelegt. Und anders als beim Wechsel zwischen Social Media-Plattformen muss man auch nicht erst lange Zeit damit verbringen, Freunde und Accounts wiederzufinden. Sondern man kann relativ unkompliziert direkt loslegen.

Die schlechte Nachricht: Je nachdem, wie intensiv man seinen bisherigen Chatbot genutzt hat, kann doch nach dem Umzug einiges fehlen. Erinnerungen, die der alte Chatbot selbstverständlich behalten hat, müssen dem neuen Chatbot erst sorgsam antrainiert werden. Zum Glück gibt es Tricks, die den Umzug leichter machen.

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Wie zieht man Chatbot-Erinnerungen um?

Moderne Chatbots haben kein sonderlich gutes Gedächtnis: Trotzdem merken sie sich Fakten über ihre Nutzer – wie die Nutzer heißen, was sie beruflich machen und welche Vorlieben sie im Gespräch haben. Das wandert aber nicht in ein wirkliches Gedächtnis, sondern eher in einen Art Spickzettel. Zusätzlich dazu können einige Chatbots, darunter ChatGPT, auch vergangene Chats als Erinnerungsstütze zu Rate ziehen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, an diese Erinnerungen zu kommen: In den Einstellungen gibt es die Möglichkeit, sich alle gespeicherten Erinnerungen des Chatbots anzuschauen – bei ChatGPT etwa unter dem Reiter "Personalisierung". Diesen Text kann man dann herauskopieren. Ein anderer Weg ist noch simpler: Man bittet den Chatbot einfach, sehr ausführlich alles zusammenzufassen, was der Chatbot über den Nutzer und seine Vorlieben gelernt hat.

Diesen Text sollte man noch einmal überfliegen. Oft haben sich in dem "Spickzettel" auch Müll oder veraltete Informationen angesammelt.

Im neuen Chatbot kann man dann die Personalisierung öffnen und die fertigen Gedächtnis-Notizen in die "Benutzerdefinierten Anweisungen" einfügen – die Option findet sich in den Einstellungen. Schon muss der Chatbot nicht mehr bei null anfangen. Alternativ kann man auch den vorher kopierten Text in einen Chat einfügen und den Chatbot bitten "merke dir das alles und übertrage es in dein Langzeitgedächtnis". Dann sollte man aber in den Einstellungen überprüfen, ob die Notizen wirklich angekommen sind.

Projekte, Bots, Skills und Prompts

Etwas umständlicher wird es mit Projekten, Custom GPTs, Skills und Dateien. Hier kommt man in der Regel nicht drum herum, händisch alle Anweisungen, Prompts und Dateien herunterzuladen und im neuen Chatbot nachzubauen.

Auch bei bestimmten festen Prompts sollte man aufpassen. Der neue Chatbot könnte auf einen oft benutzten Prompt anders reagieren als der bisherige, weniger leistungsstark sein oder bestimmte Funktionen (bsw. Bildgenerierung) überhaupt nicht anbieten.

Chatverlauf umziehen? Bisher kaum möglich

Am kompliziertesten wird es, wenn man den bisherigen Chatverlauf vom einen Chatbot in einen anderen übertragen möchte. Zwar bietet Google Gemini hier eine Import-Funktion an, in Europa ist die jedoch bislang nicht freigeschaltet. Alle anderen Chatbots haben keine Import-Funktionen.

Der Export der bisherigen Chats ist dagegen relativ leicht – in den Einstellungen gibt es, auch dank EU-Regulierung vorgeschrieben, die Option, alle bisher gespeicherten Daten auf einmal zu exportieren. Selbst wenn man die Daten noch nicht unmittelbar wieder hochladen kann, sollte man das vor dem Umzug unbedingt tun: Vielleicht lassen sich die Daten anders analysieren oder eine Import-Funktion wird im neuen Chatbot bald nachgerüstet.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.