Der 1. FC Nürnberg hat in der 2. Fußball-Bundesliga eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Die Franken verloren 1:2 (0:2) beim SC Paderborn und warten damit auch nach dem dritten Spiel in Serie auf einen Sieg. In der Tabelle belegt man trotz der Pleite den neunten Platz, während Paderborn zumindest vorübergehend Zweiter ist.
Tigges prüft Reichert
Die Nürnberger versuchten, die Hausherren anfangs mit hohem Pressing unter Druck zu setzen. Mit Ausnahme einiger Distanzschüsse konnten sich die Mannen von Trainer Miroslav Klose aber keine echten Chancen erarbeiten.
Immerhin: Auch Paderborn war zunächst allenfalls mäßig gefährlich. Einen Schuss von Steffen Tigges entschärfte Keeper Jan Reichert in der 18. Minute souverän. Kurz darauf hatten die "Glubberer" dann Pech.
Paderborner Doppelschlag bringt Nürnberg ins Wanken
Styopa Mkrtchyan erwischte Laurin Curda bei einem Klärungsversuch im Strafraum. Schiedsrichter Eric Weisbach ließ die Szene zunächst weiterlaufen, entschied aber nach Eingreifen des VAR auf Elfmeter, den Sebastian Klaas kaltschnäuzig zum 1:0 (26.) verwandelte.
Der FCN hatte den Schock über den Rückstand noch nicht verdaut, da musste Reichert erneut hinter sich greifen. Curda nutzte eine Flanke von Santiago Castaneda am zweiten Pfosten für den nächsten Treffer (29.) des Sportklubs.
Markhiev lässt Anschluss liegen
Zum fehlenden Glück kam bei Nürnberg kurz darauf auch das Pech dazu. Ein Abpraller landete am Fünf-Meter-Raum bei Adam Markhiev, doch der Finne erwischte den Ball nicht richtig und jagte die Kugel über das Paderborner Tor (33.), sodass es letztlich mit dem 2:0 für Paderborn in die Pause ging.
Klose reagierte auf den Rückstand und brachte zu Beginn der 2. Hälfte den Ex-Paderborner Adriano Grimaldi für den bereits mit Gelb verwarnten Tim Janisch und stellte in der Abwehr auf eine Dreierkette um. Die Nürnberger Hoffnung auf eine unmittelbare Wende erhielt aber prompt den nächsten Dämpfer.
Nürnberg dezimiert sich selbst
Rafael Lubach kam nach einem Ballverlust gegen Paderborns Tigges viel zu spät, was Schiri Weisbach als rohes Spiel wertete und Lubach mit Rot vom Platz stellte (51.). In der Folge fand die Klose-Elf lange offensiv kaum noch statt. Der Anschluss durch Luka Lochoshvili kam dementsprechend aus dem Nichts.
Der Georgier kam nach einem Einwurf im Strafraum an den Ball drehte sich und knallte seinen Schuss aus spitzem Winkel an SCP-Torhüter Dennis Seimen vorbei zum 1:2 (75.) in die Maschen. Nürnberg blieb zwar um den Ausgleich bemüht, brachte aber trotz einiger guter Chancen keinen Abschluss mehr im Tor unter.
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