21 Tage lang hat der FC Bayern in der Fußball-Bundesliga nicht mehr gewonnen. Übersetzt sind das zwei Spiele - die Niederlage gegen den FC Augsburg (1:2) und ein 2:2-Unentschieden gegen den HSV. Der Vorsprung in der Tabelle auf Verfolger Borussia Dortmund ist auf sechs Punkte geschmolzen.
Alles nicht sonderlich dramatisch, zumal sich die Münchner in dieser Zeit in der Champions League durch zwei Siege den zweiten Platz in der Gruppenphase gesichert haben. Doch beim erfolgsverwöhnten FC Bayern sind diese zwei sieglosen Spiele genug, damit vor dem Duell mit der TSG Hoffenheim von einer "Mini-Krise" gesprochen wird.
Kompany unbeeindruckt: "Haben die Woche genossen"
Und so muss Trainer Vincent Kompany auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen die TSG Hoffenheim die Frage beantworten, ob er bei der Mannschaft den Hunger nun wieder wecken kann. "Der Hunger ist der gleiche", antwortet der Belgier in seiner gewohnten, stoischen Art und verweist darauf, dass der FC Bayern endlich mal wieder die Möglichkeit hatte, unter der Woche ein wenig durchzuatmen: "Wenn du in 20 Tagen sieben Spiele hast, viele auswärts, dann ist so eine Woche gut. Dann kannst du mal wieder Übersicht bekommen. Jetzt konnten wir uns vorbereiten. Wir haben diese Woche schön genossen."
Hoffenheim in Topform: Seit Wochen ungeschlagen
Diese Pause kam zum richtigen Zeitpunkt. Schließlich steht mal wieder so eine Woche voller Topspiele an. Drei Spiele in sechs Tagen. Am kommenden Samstag (14.2.) geht es gegen Werder Bremen, am Mittwoch (11. Februar, ab 20.45 Uhr im Livestream auf sportschau.de) im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig und am morgigen Sonntag (ab 17.45 Uhr in der Audio-Livereportage und im Liveticker) kommt die TSG Hoffenheim nach München.
Um zu verstehen, dass das kein leichtes Spiel wird, reicht ein Blick auf die Tabelle. Hoffenheim rangiert derzeit auf Rang drei, drei Punkte hinter dem BVB, und hat seit Anfang Dezember kein Spiel mehr verloren (sechs Siege, ein Unentschieden). Stolpern ist also alles andere als ausgeschlossen, schließlich ist Hoffenheim eine deutlich höhere Hürde als der FC Augsburg (damals Tabellenplatz 15) und der HSV (Tabellenplatz 14). Und sollte der BVB am Samstag vorlegen, wäre das Polster der Münchner schon vor dem Anpfiff auf nur drei Zähler geschrumpft.
Manuel Neuer wohl fit - Duell mit Baumann
Doch ein drittes Spiel ohne Sieg ist in München selbstverständlich nicht eingeplant: "Jetzt", betonte der Trainer des FC Bayern, "werden wir genau das machen, was wir immer machen: Wir werden auf dem Platz reagieren."
Manuel Neuer und Harry Kane sollen für das Duell gegen Hoffenheim wieder fit sein. Besonders auf Neuer würden die Augen gerichtet sein. Schließlich steht im Tor der TSG Oliver Baumann - Interims-Nummer-1 im DFB-Tor - und, sollte Marc-André ter Stegen nach seiner neuerlichen Verletzung tatsächlich die WM im Sommer 2026 verpassen, Favorit auf dessen Vertretung. Wäre da nicht der ewige Manuel Neuer, dessen Name bei all den Hiobsbotschaften um ter Stegen stetig umhergeistert.
Neuer: "Wollen wieder angreifen""
Zu derartigen Gedankenspielen wollte sich Kompany vor dem Hoffenheim-Duell nicht äußern. Schließlich ist das Spiel am Sonntag auch so schon brisant genug. Und auch von Neuer, der immer wieder derartige Gedankenspiele öffentlich weggewischt hatte, hatte im Vorfeld dieser Partie nur eine Kampfansage in Richtung Bundesliga-Konkurrenz übrig: "Wenn ich in die Gesichter der Kollegen schaue, dann ist das ein gutes Zeichen, dass wir wieder angreifen wollen", sagte der Kapitän.
Und das müssen die Kollegen auch. Bei zwei Niederlagen in den nächsten beiden Spielen müsste man das Wörtchen "Mini" aus "Mini-Krise" definitiv streichen. Schlimmer noch, man müsste sich vom ersten Titel der Saison verabschieden. Und das ist in den ehrgeizigen Köpfen an der Säbener Straße nicht vorgesehen.
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