Am 20. Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga empfing der 1. FC Nürnberg Preußen Münster. Der Club brauchte dringend drei Punkte, um den Abstand zu den Abstiegsrängen wieder zu vergrößern. In der ersten Halbzeit sah das Spiel der Mittelfranken auch vielversprechend aus. Vor allem Mohamed Ali Zoma glänzte mit dicken Chancen.
Nach der Halbzeitpause belohnte er sich endlich mit dem Führungstreffer (56.). Doch der Club ließ etwas nach und die Gäste aus Münster kamen in der zweiten Halbzeit erst richtig ins Spiel. Kapitän Jorrit Hendrix erzielte in der 63. Minute den Ausgleichstreffer zum 1:1. Trotz einiger Standards in der Schlussphase konnten die Gastgeber nur einen Punkt aus der Partie mitnehmen.
Mit nur fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge startete das Team von Trainer Miroslav Klose in die Partie gegen Preußen Münster. Nach einem soliden Start ins neue Jahr mit dem 3:2-Erfolg über Elversberg gab es letzte Woche gegen Darmstadt einen Dämpfer. Klose veränderte seine Startelf im Vergleich zu der 0:2-Niederlage zweimal: Tim Janisch und Berkay Yılmaz kamen für Tim Drexler und Eric Porstner.
Großchancen für Nürnberg in der Anfangsphase
Mit Kloses Rückkehr an den Spielfeldrand, nachdem er wegen einer Gelb-Rot-Sperre gegen Darmstadt auf der Tribüne zusehen musste, starteten die Nürnberger mit dicken Chancen in die Partie. Mohamed Ali Zoma schnappte sich den Ball nach einem Fehlpass von Torhüter Johannes Schenk, scheiterte allerdings im Eins-gegen-Eins am Münsteraner. Kurz darauf traf Rafael Lubach den Pfosten.
In Minute sechs war es wieder Zoma, der dem FCN fast die Führung gebracht hätte. Nach einem Steckpass von Julian Justvan umdribbelte Zoma diesmal den Keeper, allerdings hatte Jannis Heuer noch seinen Fuß dazwischen. Im heimischen Max-Morlock-Stadion erwischten die Nürnberger einen richtig guten Start in die Partie und behielten in der Anfangsphase die Kontrolle.
Münster schenkt Zoma die Führung
Die Abwehr der Gäste, die seit fünf Spielen keinen Sieg mehr feiern konnten, ließ oft viel zu große Lücken. Münster kam nur sporadisch zur Entlastung und wurde durch Marvin Schulz (26.) einmal gefährlich. Der FCN hingegen sammelte eine Chance nach der anderen, die Verwertung ließ allerdings noch zu wünschen übrig. Ohne Tore ging es in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel machten die Nürnberger dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Nur mit mehr Konsequenz. In der 56. Minute zappelte der Ball im Tor - dank Mohamed Ali Zoma. Die Vorlage lieferte ihm ein Fehlpass von Mikkel Kirkeskov an der Strafraumgrenze, Zoma zielte flach ins linke Eck und traf zum 1:0.
Schnelle Antwort der Gäste aus Münster
Doch die Freude über die Führung hielt nicht lange an. Die Gäste rafften sich in der zweiten Hälfte trotz Rückstand zusammen und schafften es in der 63. Minute die Nürnberger Abwehr perfekt auszuspielen. Nach einem schnellen Umschaltspiel legte Jorrit Hendrix einen langen Lauf über die gegnerische Hälfte hin, spielte einen schnellen Doppelpass im Strafraum mit Mikkel Kirkeskov und netzte ungehindert aus elf Metern ins rechte Toreck ein - 1:1.
Der Ausgleich nahm den Gastgebern enorm den Wind aus den Segeln und brachte den Münsteranern Selbstbewusstsein. Die Spielvorteile hatten sich fast komplett gedreht, Münster hatte durch Zidan Sertdemir (71.) und Kapitän Hendrix (75.) zweimal die Chance, in Führung zu gehen.
Trotz vieler Chancen nur ein Punkt
In der Schlussphase lief der Ball zwischen den Strafräumen hin und her. Große Chancen, das Spiel zu entscheiden, blieben allerdings aus. Die Nürnberger versuchten es immer wieder auch durch Standards, aber die letzte Konsequenz fehlte. So trennten sich der 1. FC Nürnberg mit einem 1:1 von Preußen Münster und muss in der Tabelle weiterhin einen nervösen Blick nach unten werfen.
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