- Direkt zum aktuellen Artikel: "Sprengstoffverdächtige Gegenstände" auf der A3: Was wir wissen
Großeinsatz auf der A3 in der Oberpfalz, südöstlich von Regensburg: Im Bereich der Anschlussstelle Wörth/Wiesent haben Spezialisten des Landeskriminalamts einen verdächtigen, sprengstoffähnlichen Gegenstand gesprengt. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilte, sollte das Objekt eigentlich zur weiteren Analyse abtransportiert werden, die Experten schätzten das aber als nicht sicher ein.
Auto wurde routinemäßig kontrolliert
Die Polizei hatte in der Nacht gegen 2 Uhr einen Mietwagen kontrolliert. Im Fahrzeug entdeckten die Beamten dann "sprengstoffverdächtige Gegenstände". Ein größeres Polizeiaufgebot sicherte den Einsatzort daraufhin großräumig ab.
Die Fahrerin und ihr Beifahrer wurden vorläufig festgenommen. Sie sollen im Laufe des Nachmittags einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Nürnberg vorgeführt werden. Dort würde dann über eine mögliche Untersuchungshaft für die beiden Festgenommenen entschieden. Die Ermittlungen laufen laut Angaben des Landeskriminalamts derzeit wegen des Verdachts auf Vorbereitung eines Explosionsverbrechens und Verstöße gegen das Sprengstoffrecht.
LKA prüft Spuren zu Automaten-Sprengern
Experten des Landeskriminalamtes (LKA) aus München haben die Ermittlungen übernommen. Geprüft werden aktuell unter anderem Spuren zur Geldautomatensprenger-Szene. Ermittelt werde weiter in alle Richtungen, einem Zusammenhang mit diesem Hintergrund werde dabei aber nachgegangen, sagte ein LKA-Sprecher. Einen politischen Hintergrund schließen die Ermittler derzeit aus.
Die Reste des gesprengten Gegenstands sollen von LKA-Experten analysiert werden. Mit Ergebnissen, um welchen Stoff es sich handelt, dürfte erst in den nächsten Tagen oder sogar Wochen zu rechnen sein.
Sperrung der A3 aufgehoben
Zur Vorbeugung einer etwaigen Explosionsgefahr hatten sich die Beamten für eine großräumige Sperrung der Autobahn in beiden Fahrtrichtungen entschieden. Auf der A3 und der nahegelegenen Bundesstraße 8 mussten Autofahrerinnen und Autofahrer wegen der resultierenden Staus viel Geduld mitbringen.
Erst am späteren Vormittag rollte der Verkehr zumindest wieder in Fahrtrichtung Nürnberg. Rund um den Fundort waren Beamte aber immer noch mit der Suche nach weiteren Spuren beschäftigt. In Richtung Passau konnte der Verkehr deshalb erst gegen Mittag wieder rollen.
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