Es war die erste Chance auf den Einzug in die Halbfinal-Play-offs für die Basketballer des FC Bayern München und diese nutzten sie direkt. Nach zwei Machtdemonstrationen in den ersten zwei Partien der Viertelfinal-Play-offs gegen die Gladiators Trier hatten die Münchner in Spiel drei schon den ersten Matchball. Ein erneut deutlicher Sieg katapultierte den FC Bayern Basketball schon früh ins Halbfinale, wo der Gegner entweder RASTA Vechta oder Alba Berlin heißen wird.
Ausgeglichener Start in Spiel drei
Die Gäste von der Isar starteten gut in die Partie, die ersten Punkte holte sich Wenyen Gabriel und auch Liga-MVP Andreas Obst sicherte sich die ersten Zähler von der Freiwurflinie. Doch das Heim-Team aus Trier konnte dagegenhalten und die Gäste leisteten sich einige Ungenauigkeiten.
Aber Trier konnte diese nur bedingt bestrafen. Beiden Mannschaften mangelte es noch an Konstanz von außen. Die Münchner beendeten das erste Viertel mit einer knappen 23:20-Führung.
Topscorer da Silva und der FCBB ziehen davon
Im zweiten Durchgang stabilisierten sich die Gäste schnell, während das Heimteam unter der Machtdemonstration des FCBB einbrach. Nach einem Acht-Punkte-Vorsprung des FCB und einem Airball auf Trierer Seite nahm Coach Jacques Schneider eine erste Auszeit.
Doch anschließend entglitt den Gastgebern das Spiel völlig, während der FC Bayern ein Reboundverhältnis von 30:9 ausbaute. Zur Halbzeit waren die Münchner bereits mit 57:33 davongezogen und Oscar da Silva mit zwölf Zählern der Topscorer zur Halbzeit.
FC Bayern Basketball im BBL-Halbfinale
Zu viele Ballverluste auf Seiten der Gastgeber spielten den Münchner Basketballern auch im dritten Viertel in die Hände. Bereits nach zwei Minuten hatte der FCBB seinen Vorsprung auf 30 Punkte ausgebaut. Der erfolgreiche Wurf aus der Halbdistanz von Clayton Guillozet und ein Dreier von Behnam Yakhchali schmälerte die Überlegenheit der Gäste kaum.
Trotzdem rafften sich die Gastgeber etwas und konnten beispielsweise Andi Obst beim Dreier ärgern. Justinian Jessup beendete diesen Durchgang jedoch mit einem Dreier von der linken Seite, sodass die Gäste mit 81:46 führten.
Im letzten Durchgang hielten die Münchner an ihrer konstanten Leistung fest, während die Gladiators Trier trotz des hohen Rückstands ihr Gesicht wahren und sich mit einer verbesserten Performance von ihren Fans verabschieden wollten. Dies führte dazu, dass der FC Bayern die 100-Punkte-Marke knapp nicht knacken konnte, doch verdient mit einem 62:99-Sieg den Halbfinaleinzug perfekt machte.
Bamberg schlägt Ulm und folgt Bayern ins Halbfinale
Die Bamberg Baskets folgten den Münchnern kurz darauf. Die Franken schlugen ratiopharm Ulm am Samstagnachmittag in Spiel drei der gemeinsamen Serie dank eines dominanten dritten Viertels mit 96:87 (27:28, 20:19, 32:19, 17:21), wahrten ihre weiße Weste und können nun etwas regenerieren, während ihre möglichen Halbfinalgegner mindestens in ein viertes Spiel müssen. In der Serie führen die Telekom Baskets Bonn derzeit gegen die Würzburg Baskets mit 2:1.
Nachdem die Partie zur Halbzeit mit 47:47 ausgeglichen gewesen war, zog Bamberg im dritten Abschnitt davon und ließ im Schlussviertel nichts mehranbrennen. Dabei überragte vor allem Small Forward Ibi Watson, der als Top-Scorer der Partie auf 28 Punkte kam und sechs seiner acht Dreier-Versuche verwandelte.
Revanche für BBL-Pokal frühestens in der Finalserie
Unterstützung erhielt der US-Amerikaner besonders durch Demarcus Demonia, der 17 Zähler und sechs Assists beisteuerte. Für die Ulmer stachen Mark Smith mit 21 Punkten, fünf Rebounds und drei Vorlagen sowie Christian Sengfelder, der 18 Zähler und elf Rebounds auflegte, hervor.
Zur Revanche für das Final Four des BBL-Pokals, wo sich die Bamberger im Februar auf dem Weg zum Pokalsieg nach Overtime mit 103:97 gegen die Münchner durchgesetzt hatten, kann es frühestens in der Finalserie kommen.
Würzburg erzwingt Spiel fünf
Während Bayern und Bamberg nach drei Partien bereits in der nächsten Runde stehen, erzwangen die Würzburg Baskets am Sonntagnachmittag ein entscheidendes fünftes Match. Die Unterfranken schlugen die Baskets Bonn in Spiel vier mit 82:70 (20:12, 16:19, 25:17, 12:22) und hielten ihre Hoffnungen auf das Halbfinale aufrecht.
Bester Mann auf Seiten der Würzburger war Davion Mintz, der vier von fünf seiner Dreier-Versuche traf und 14 Punkte sammelte. Auch Point Guard Marcus Carr überzeugte als Allrounder mit 13 Zählern, vier Rebounds und sieben Assists. Spiel fünf findet am Mittwoch um 20.30 Uhr in Bonn statt.
