Im "German Clásico" der Basketball-Bundesliga empfing am Freitagabend der FC Bayern München den Tabellenzweiten Alba Berlin zu Hause im BMW-Park. Im derzeit größten Duell des deutschen Basketballs konnte sich der FCBB mit einem 85:79-Sieg (22:23, 20:14, 14:19, 29:23) die Topplatzierung für die Play-offs sichern. Dem Titelverteidiger ist die Tabellenführung in der regulären Spielzeit nun nicht mehr zu nehmen.
Topform von Andi Obst bricht ausgeglichenen Start
Das erste Viertel entpuppte sich zunächst als gegenseitiges Abtasten. Bei noch weitestgehend ausgeglichenen Leistungen hatten die Gäste aus Berlin bei den Zweipunktewürfen etwas die Überhand, dafür verzeichnete München die bessere Dreierquote. Das Spiel war allerdings auf beiden Seiten noch von zahlreichen Ballverlusten geprägt. Der Spielstand von 22:23 für die Gäste spiegelte die ausgewogenen Performances der Teams wider.
Im zweiten Durchgang leistete Berlin sich weiterhin Fehler, sodass die Münchner zu Beginn des Viertels nach einem Rebound sieben Punkte in Folge holen konnten und die Führung übernahmen. Besonders Weltmeister Andreas Obst, der im März seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2029 verlängert hatte, konnte den Platz, den ihm die Berliner vor der Dreierlinie immer wieder ließen, nutzen und mit einigen Dreipunktetreffern überzeugen.
Dadurch brachte er den Münchnern zwischenzeitig die erste zweistellige Führung ein. Aber Berlin kam vor allem in Person von Malte Delow nochmal auf fünf Punkte heran, sodass es mit 42:37 für den FC Bayern in die Halbzeit ging.
Favorit Bayern kann Führung nicht halten
Zum Start der zweiten Halbzeit ließen die Berliner erneut offensiv einige Korbleger liegen, aber auch die Münchner konnten zunächst nicht scoren. Es war Albas Moses Wood, der den Bann mit einem Dreier brechen konnte, doch die Münchner wirkten weiterhin verschlafen.
Svetislav Pesic sah alles andere als glücklich aus, nachdem man nach rund fünfeinhalb Minuten nur zwei Punkte erzielen konnte und nahm als Konsequenz eine Auszeit. Zwar kam der FCB dann besser ins Spiel, aber Berlin hatte sich eine fünf-Punkte-Führung aufgebaut. Kurz vor Ende des dritten Viertels zogen die Gastgeber mit Xavier Rathan-Mayes nochmal an und glichen zum 56:56-Zwischenstand aus.
FC Bayern geht als Tabellenführer in die Play-offs
Im Schlussviertel ging es wieder munter hin und her, zunächst konnte das Heimteam nach einem Tip-in von Johannes Voigtmann erneut in Führung gehen. Dann kam Berlin und erzwang durch Norris Agbakoko per Dunk den Führungswechsel. Doch zwei Dreier von Rathan-Mayes und einer von Voigtmann läuteten abermals eine Dominanzphase des FC Bayern ein.
In der Schlussphase bewies Nationalspieler Obst, dass er nicht nur Dreier kann, sondern auch aus der Nahdistanz eine Waffe ist und führte die Münchner mit 180 Sekunden auf der Uhr zum elf-Punkte-Vorsprung. Doch mehrere leichte Ballverluste ließen die Berliner nochmal auf drei Zähler herankommen. Vor allem Oscar da Silvas Dreier baute aber wieder Abstand auf, den Alba Berlin auch bis zum Buzzer nicht mehr aufholen konnte. Die Gastgeber besiegten Berlin mit 85:79.
Der FC Bayern München steht nun als beste Mannschaft der Hauptrunde fest und darf mit der bestmöglichen Ausgangssituation in die Play-offs gehen.
