Der FC Bayern hat vier Tage vor dem Halbfinal-Kracher in der Champions League gegen Paris Saint-Germain im Liga-Alltag einen unerwarteten Dämpfer hinnehmen müssen. Die B-Mannschaft von Trainer Vincent Kompany kam gegen den stark abstiegsbedrohten 1. FC Heidenheim nicht über ein mageres 3:3 (1:2) hinaus. Allerdings schonte Kompany vor dem Gigantenduell am Mittwoch gegen den Titelverteidiger einen Großteil seiner Stars, um nach dem aberwitzigen 4:5 im Hinspiel gerüstet zu sein.
Nach dem spektakulären Hinspiel im Champions-League-Halbfinale rotierte Kompany wie in der Vorwoche gegen Mainz gewaltig durch und tauschte gleich siebenmal das Personal. Nur Josip Stanisic, Jonathan Tah, Aleksandar Pavlovic und Jamal Musiala standen erneut in der Anfangsformation. Im Tor der Bayern stand wie angekündigt Jonas Urbig für Manuel Neuer. Zudem durfte der 18 Jahre alte Senegalese Bara Ndiaye zum zweiten Mal in Folge von Beginn an ran.
Déjà-vu für Kompany
Doch wie schon in Mainz mühte sich die stark veränderte Münchner Elf auf dem Platz - und wie gegen Mainz lag der Deutsche Meiste zur Pause zurück. Die 1b-Elf zeigte in den den ersten 45 Minuten wenig, wirkte fahrig.
Denn Heidenheim - Tabellenletzter der Bundesliga - versteckte sich keineswegs in der ausverkauften Allianz Arena und führte zur Pause verdient mit 2:1. Nach einem Eckstoß in der 22. Minute erzielte Budu Zivzivadze das 1:0 für die Gäste.
Eine schnelle Antwort der Bayern? Fehlanzeige! Die neu zusammengewürfelte Mannschaft hatte Probleme mit der Abstimmung.
Bayerns B-Elf zu unsortiert
Stattdessen spielte weiter Heidenheim und schaffte in der 27. Minute das 2:0 durch Eren Dinkci. Der Heidenheimer-Profi hatte vor Kurzem die Krebserkrankung seiner Freundin öffentlich gemacht. Im Vorfeld der Partie veranstaltete der FCB eine Registrierungsaktion für mögliche Stammzellspender.
Kompany reagiert
Schon vor der Halbzeit schickte Kompany seine Stammkräfte zum Aufwärmen. Die Fans empfingen Kane, Diaz, Olise und Co. lautstark. Und kurz vor Pausenpfiff hatten sie auch Grund zum Jubeln: Leon Goretzka, der Bayern wohl Richtung AC Mailand verlassen wird, sorgte mit einem Traumfreistoßtreffer für den Anschlusstreffer (44.).
Doppelpacker Leon Goretzka
Während Heidenheim unverändert aus der Kabine zurückkehrte, wechselte Kompany gleich vierfach. Mit Joshua Kimmich, Luis Díaz, Michael Olise und Harry Kane legte der Belgier prominent nach - und das Spiel der Münchner nahm an Fahrt auf. In der 57. Minute war es erneut Goretzka, der den Ball ins Heidenheimer Tor zum 2:2 versenkte. Zehn Minuten später scheiterte Kimmich aus kurzer Distanz am kurzen Pfosten.
Heidenheim schockt FCB
Trotz der immer stärker werdenden Bayern, gaben die Gäste nicht auf und spielten weiter gut mit - der Traum vom Sieg gegen den Rekordmeister lebte weiter. Vor zwei Jahren hatten sie es ja schon einmal geschafft. In der 68. Minute konnte Urbig mit einer Glanzparade die erneute Heidenheimer Führung verhindern. Die Bayern-Abwehr sah beim Gäste-Konter nicht gut aus.
Doch keine zehn Minuten später klingelte es dann doch im Bayern-Tor. Zivzivadze brachte mit seinem zweiten Treffer die abstiegsbedrohten Heidenheimer erneut in Führung.
Olise lässt FC Bayern jubeln
Heidenheim kämpfte leidenschaftlich weiter, verteidigte mit Mann und Maus gegen die Bayern, die auf den Ausgleich drängten. Doch mit der letzten Aktion der Partie konnte der FC Bayern die Pleite noch abwenden - Olise traf zum 3:3. Ein wichtiger Punkte - im Hinblick auf das PSG-Spiel am Mittwoch.
Audio: FC Bayern verhindert Pleite gegen Heidenheim
Jubelnde Spieler des FC Bayern
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