Die Entscheidung, ob Manuel Neuer beim FC Bayern München noch ein Jahr dranhängt, rückt näher. Das bestätigte Sportdirektor Christoph Freund auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (Samstag, ab 15.30 Uhr live in der Radioreportage). "Es wird sich nicht mehr endlos ziehen", verriet der Österreicher.
Sportdirektor Freund verrät: "Gute Gespräche"
Medienberichten zufolge will der Torhüter und Kapitän des Rekordmeisters seinen Vertrag um ein Jahr verlängern - die "Never-Ending-Neuer-Story" scheint also weiterzugehen. "Es ist heute der 1. Mai, die Saison ist nicht mehr endlos lange und darum gibt es Gespräche. Es sind gute Gespräche, aber noch gibt es nichts Weiteres zu verkünden", sagte Freund.
Am Donnerstag war Neuers Berater Thomas Kroth in der Geschäftsstelle des deutschen Fußball-Rekordmeisters an der Säbener Straße, um die Verhandlungen zu starten. Es sei aber "nicht der Fall", dass "schon alles durch und alles unterschrieben ist", erklärte der Sportdirektor.
Knackpunkt Gehalt?
Ein wichtiger Punkt bei den Gesprächen dürfte das üppige Gehalt des 40-Jährigen sein - mit geschätzten 21 Millionen Euro Jahresgehalt gehört der fünfmalige Welttorhüter zu den Top-Verdienern beim FC Bayern.
Auch die potenziell vermehrten Einsatzchancen für Stellvertreter Jonas Urbig sollen ein Thema bei den Verhandlungen sein. Laut "Bild" sei Neuer dazu bereit, mehr Spiele an den 22-Jährigen abzugeben, um ihn weiter als seinen Nachfolger aufzubauen. Schon gegen Heidenheim lässt Neuer Urbig den Vortritt.
Neuer als Mentor für Nachfolger Urbig
Sportdirektor Freund sieht Neuer zudem in einer Mentor-Rolle für seinen designierten Nachfolger. "Manu ist jetzt im fortgeschrittenen Alter und gibt seine Erfahrungen weiter, ist selber noch in einer super Verfassung, macht richtig gute Spiele - und Jonas profitiert extrem davon, hat sehr, sehr gut performt", meinte der Sportdirektor. Der Rekordmeister sei sich bewusst, dass es "nicht so einfach ist", nach der Ära Neuer "diesen Übergang zu schaffen, das ist eine Herausforderung". Dass Neuer dabei helfen könne, sei jedoch "etwas Besonderes".
Neuer hatte vor wenigen Tagen nach dem Pokalhalbfinale in Leverkusen (2:0) erstmals selbst eine Tendenz in Richtung Fortsetzung seiner Karriere in München erkennen lassen. "Ich werde jetzt noch nichts verkünden. Aber im Moment sieht es gut aus", sagte er.
Neuers Erfolgsbilanz
Neuer kam 2011 von Schalke 04 für 30 Millionen Euro zum Rekordmeister und kann auf eine unglaubliche Erfolgsgeschichte zurückblicken. Insgesamt feierte der Kapitän 13 Meistertitel und holte sechs Mal den DFB-Pokal (einer mit Schalke) und krönte sich mit den Bayern zwei Mal zum Champions-League-Sieger. 2014 gewann er mit der Nationalmannschaft den Weltmeistertitel. Nach 2013 und 2020 könnte er das dritte Triple bejubeln.
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