09.05.2026, Bayern, Augsburg: Fußball, Männer: Bundesliga, FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach, 33. Spieltag, WWK-Arena. Anton Kade (l, FC Augsburg) und Kristijan Jakic (FC Augsburg) in Aktion gegen Kevin Stöger (Bor. Mönchengladbach). Foto: Harry Langer/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
09.05.2026, Bayern, Augsburg: Fußball, Männer: Bundesliga, FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach, 33. Spieltag, WWK-Arena. Anton Kade (l, FC Augsburg) und Kristijan Jakic (FC Augsburg) in Aktion gegen Kevin Stöger (Bor. Mönchengladbach). Foto: Harry Langer/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
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Der Traum von Europa lebt weiter: Augsburg schießt Gladbach ab

Der Traum von Europa lebt weiter: Augsburg schießt Gladbach ab

Der FC Augsburg darf zumindest eine weitere Nacht von Europa träumen. Das Team von Manuel Baum zeigt gegen Borussia Mönchengladbach eine starke Leistung und holt trotz zweier aberkannter Tore einen deutlichen Sieg.

Über dieses Thema berichtet: Heute im Stadion am .

Der FC Augsburg hält sich mit einer eindrucksvollen Leistung im Rennen um einen Startplatz für die Conference League. Gegen Borussia Mönchengladbach ist das Team von Manuel Baum eindeutig überlegen. Michael Gregoritsch (24., 72.) und Robin Fellhauer (42.) erzielten beim nie gefährdeten 3:1-Sieg des FCA die Tore - Gio Reyna traf für Gladbach. Nun müssen die Schwaben auf weitere Patzer der Konkurrenz hoffen.

FCA bald international? Baum träumt vorsichtig von Europa

Eine leise Hoffnung von Europa begleitet den FCA in diesen letzten Spielen der Saison. Selbst der nicht gerade als Träumer bekannte Manuel Baum erklärte, er habe sich jüngst dabei erwischt, die Tabellen- und Ergebniskonstellationen für so einen Fall durchzudenken. "Aber das habe ich schnell wieder ad acta gelegt, weil das so kompliziert ist", verriet der 46-Jährige und grinste dabei. "Ich glaube, da muss man ja fast schon studiert haben, um das herauszuarbeiten."

Baum hat sowohl ein Diplom in Sportwissenschaft als auch ein Lehramtsstudium erfolgreich beendet, es ist also nicht allzu verwegen, anzunehmen, dass Baum auch die Tabellensituation erfolgreich entschlüsselt hat. Der FCA muss in der Bundesliga Siebter werden, um in die Conference League einzuziehen - egal ob der SC Freiburg die Europa League gewinnt oder nicht. Dafür müssen Freiburg und Eintracht Frankfurt patzen. Die Eintracht tat am Freitag den Schwaben schon diesen Gefallen, Freiburg muss am Samstag gegen den Hamburger SV ran - und, am allerwichtigsten, Augsburg muss die verbleibenden Spiele gewinnen.

FCA verschläft Anfangsphase - Giannoulis verletzt

In der Anfangsphase sah wenig danach aus, dass der FCA sein Glück erzwingen möchte. Die Gastgeber überließen in der Anfangsphase den Gästen aus Mönchengladbach den Ball. Gefährlich wurde es lange gar nicht. Einzig die Verletzung von Dimitris Giannoulis sorgte für ein wenig Aufregung - eine Verletzung, die sich, zumindest mit Blick auf die Europa-Träume des FCA, als glückliche Fügung herausstellen sollte. Denn für Giannoulis brachte Baum Fellhauer, der die Partie entscheidend beeinflussen sollte.

Doch zunächst brach Kevin Stöger nach 20 Minuten mit einem Kunstschuss das Offensiv-Embargo beider Mannschaften. Sein Außenrist-Kracher aus 25 Metern rauschte nur knapp am Tor vorbei (22.). Die Chance hatte aufmunternde Wirkung für den FCA.

Augsburg dreht auf - Fellhauer wird zum Matchwinner

Denn kurz darauf tauchte ebenso plötzlich Michael Gregoritsch auf der anderen Seite des Spielefelds vor dem Tor auf. Der FCA hatte das Gladbacher Pressing mit einer schönen Kombination ausgehebelt. Mit wenigen Ballkontakten ging es einmal schräg über das ganze Feld nach rechts, zurück auf die linke Seite, wo Fellhauer in den Strafraum eindrang und aus spitzem Winkel auf Torwart Moritz Nicolas bolzte. Der Abpraller landete direkt vor den Füßen von Gregoritsch, der nur noch zum 1:0 einschieben musste (24.).

Fortan war der FC Augsburg am Drücker. Immer wieder überspielten die Hausherren die Gladbacher Verteidigung mit spielerischer Leichtigkeit. Einmal traf Gregoritsch, wurde aber zurückgepfiffen, da sein großer Zeh im Abseits stand (28.). Dann scheiterte Gregoritsch am eigenen Torinstinkt - der Österreicher schoss aus ungünstigem Winkel, anstatt den mitgelaufenen Marius Wolf zu bedienen (35.). Schließlich stand Fellhauer am Ende eines weiteren starken Konters und schob kompromisslos ins lange Eck zum 2:0 ein (41.).

Gregoritsch feiert sein eigenes Näschen

In der zweiten Halbzeit kam Gladbach zunächst besser ins Spiel, kam immer wieder zu Halbchancen, ohne dabei jedoch zwingend zu werden. Doch mit fortlaufender Partie erstarkte der FCA wieder und es wurde immer klarer, dass das Team von Manuel Baum sich diesen Sieg nicht nehmen lassen würde - auch wenn ein weiterer Fellhauer-Treffer wegen Abseits vom VAR aberkannt wurde (69.).

Nur drei Minuten später war es wieder Gregoritsch, der endgültig den Deckel drauf machte. Einen Distanzschuss von Mert Kömür ließ der sonst starke Nicolas unglücklich in den Fuß des lauernden Gregoritsch abprallen. Der Österreicher bejubelte das 3:0, indem er mehrfach auf sein "feines Näschen" deutete, dass ihm an diesem Nachmittag zwei Treffer ermöglicht hatte. Erst in der Schlussphase gelang Gladbach der Anschlusstreffer beim nie gefährdeten FCA-Sieg.

Nun steht der FCA einen Spieltag vor Schluss nur einen Punkt hinter Freiburg, punktgleich mit Eintracht Frankfurt auf Platz neun - mit dem schlechteren Torverhältnis. Baum dürfte also nicht durch komplizierte Rechenwege wachgehalten werden. Mindestens eine Nacht darf er und seine Mannschaft noch von Europa träumen. Ein Sieg des SC Freiburg gegen den HSV würde diesen Traum jäh beenden.

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