Volles Stadion, 70.000 Zuschauer: Florian Bremm läuft um sein Leben und sprintet ins Ziel beim bisher größten Lauf seiner Karriere: 5.000 Meter, Leichtathletik-WM 2025 in Tokio. Jetzt, knapp acht Monate später, bereitet sich der Colmberger aus dem Landkreis Ansbach bereits aufs nächste Großereignis vor: die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.
WM 2025: Erst enttäuscht, dann stolz
Ratlos und völlig außer Atem schaut der 25-Jährige damals im Ziel auf seine Zeit. Ihm ist klar: Fürs Finale bei seinen ersten Weltmeisterschaften hat dieser Lauf nicht gereicht. Im Interview danach zeigt sich Bremm enttäuscht. Jetzt, mit einigen Monaten Abstand, sagt er: "Ich muss schon sagen, diese WM in Tokio war für mich was Besonderes. Das war das erste internationale Großereignis für mich außerhalb von Europa. Das war ein Sprung irgendwie in ein neues Abenteuer für mich und irgendwie auch eine Belohnung für die harte Arbeit, die man da reingesteckt hat."
Großes Ziel: Finalplatz bei Olympia 2028
Die Niederlage damals ist jetzt sein Ansporn. In seiner Wahlheimat Erlangen lebt und trainiert der 25-Jährige und hat schon die nächste Herausforderung im Blick: Die Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. "Wir haben jetzt 2026. Es ist nicht mehr lange hin bis LA. Und dass ich in LA nicht nur teilnehmen möchte über 5.000 Meter, sondern auch einen Finalplatz haben möchte, vielleicht sogar eine Top-Acht-Platzierung, das ist das Ziel und das ist halt schon sehr hochgesteckt", erzählt der 25-Jährige, der für Franconia Athletics startet.
Neue persönliche Bestzeit in diesem Jahr gefordert
Kurz: Der Spitzensportler der Bayerischen Polizei muss liefern. Das heißt: Regelmäßig vorgegebene Zeiten knacken, um überhaupt im Bundeskader zu bleiben. Seine aktuelle Bestzeit über 5.000 Meter: 13 Minuten, acht Sekunden. "In diesem Jahr muss ich unter 13,08 Minuten laufen über 5.000 Meter. Ansonsten wird es für mich schwer werden, diesen Sport professionell auszuüben. Und das ist erstmal Druck, den man sich selbst auferlegt, aber den man sich natürlich auch aussucht", erklärt Bremm. Das heißt gleichzeitig: Der 25-Jährige muss in diesem Jahr eine neue persönliche Bestzeit laufen.
Zwischen Trainingslager und Beziehung
Pro Woche läuft der Colmberger im Schnitt 170 Kilometer. Dazu kommen mehrwöchige Trainingslager im Ausland, beispielsweise in Südafrika. Immer mit dem Ziel vor Augen: Olympia 2028. Seine größte Stütze auf diesem Weg: Freundin Sophie. "Phasenweise ist es schon eine Herausforderung. Weil ich jemand bin, der dann den Flo wirklich sehr vermisst. Aber irgendwie find' ich es auch schön zu sehen, dass er das macht, was ihm Spaß macht", erzählt die 24-jährige Lehramtsstudentin, selbst Läuferin.
Die Top-Acht-Platzierung bei den Olympischen Spielen ist Florians Bremms großes Ziel. Dafür rennt der Franke Runde um Runde.
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